In der Formel 1 fliegen wieder einmal die verbalen Fetzen: Erst sorgte ein Schlagabtausch zwischen Max Verstappen und Juan Pablo Montoya für Aufsehen, nun legt Vater Jos Verstappen nach – und nimmt den TV-Experten und den ehemaligen Teamchef von Haas, Günther Steiner ins Visier.
Auslöser waren Aussagen des Südtirolers im "Red Flags Podcast" nach dem Kanada-GP. Steiner meinte mit einem Augenzwinkern, dass Max Verstappen die neuen Formel-1-Regeln wohl nur deshalb nicht mag, weil er aktuell nur in der Jägerrolle ist und keine Rennen gewinnt.
"Max Verstappen war etwas glücklicher, weil er auf dem Podium war. Wenn er gewonnen hätte, wäre er wohl richtig glücklich. Es wären die besten Regeln aller Zeiten", sagte Steiner nach Verstappens drittem Platz in Kanada.
Diese Worte gefielen Papa Jos überhaupt nicht und ging prompt zum Gegenangriff über. Auf der Plattform X reagierte der Niederländer scharf: "Hallo Günther. Ich verstehe, warum du kein Formel-1-Teamchef mehr bist. So wie du redest."
Steiner war von 2014 bis 2024 Teamchef des Haas-Rennstalls. Seit Ende 2025 ist der 54-Jährige in der MotoGP aktiv und Teil eines Konsortiums, das das Tech3-Team übernommen hat.
Mit seiner Kritik an Steiner steht Jos Verstappen nicht alleine da. Auch Daniel Juncadella, der heuer gemeinsam mit Max Verstappen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antrat, meldete sich zu Wort. "Der Kerl warnt schon seit 2023 alle vor den neuen Regeln. Aber der Chef des Konsortiums, das das Tech3-MotoGP-Team übernommen hat, weiß es besser", schrieb der Spanier in den sozialen Medien.
Tatsächlich zählt der vierfache Weltmeister zu den größten Kritikern des neuen Reglements. Schon vor Jahren äußerte Verstappen Zweifel an den geplanten Änderungen. Bereits 2023 bezeichnete er die Regeln für 2026 als "zu kompliziert" und meinte, dass sich die neuen Autos "merkwürdig" anfühlen würden.