Kurz vor Anpfiff

Verwirrung um Hymnen: Was ist denn Österreichs WM-Song?

Erst Frönk, dann Paul Pizzera – und jetzt sogar noch Fan-Versionen: Rund um den offiziellen WM-Song des ÖFB herrscht plötzlich komplette Verwirrung.
Heute Entertainment
07.06.2026, 09:16
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Die Frage klingt eigentlich simpel: Welcher ist denn jetzt der offizielle WM-Song der österreichischen Nationalmannschaft? Die Antwort: so klar ist das offenbar nicht.

Zuerst wurde groß angekündigt, dass Frönk gemeinsam mit dem ÖFB den offiziellen Turniersong liefern würde. "Wödmasta" sollte der musikalische Begleiter Richtung WM werden. Doch der Funke sprang bei vielen Fans nie wirklich über – weder textlich noch musikalisch konnte der Track die erhoffte Euphorie auslösen.

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Still und leise kam es dann zur Kurskorrektur. Ohne großes Tamtam holte sich der ÖFB Unterstützung – und zwar von Paul Pizzera. Mit "Stars and Stripes" entstand ein völlig neuer Ansatz: mehr Schmäh, mehr Popkultur, mehr Stadiongefühl.

Schon die ersten Zeilen sorgen seither für Gesprächsstoff. "You may have Taylor Swift, but we got Gregoritsch" ist nur eines der Beispiele, das in sozialen Netzwerken derzeit für Schmunzeln sorgt. Der Song wirkt weniger wie klassische Hymne, sondern eher wie ein bewusst augenzwinkernder Viral-Hit.

WM-Songs gehen viral

Doch damit nicht genug: Im Netz entstehen bereits die eigenen WM-Soundtracks der Fans.

Musiker Fesch etwa coverte Falcos "Amerika" und drehte den Text komplett auf die ÖFB-Kicker um. "Dort sagens Marko, you are wonderful und den Laimer hamma gern. Und wenn der Gregoritsch des Tor ned schießt, dann wirds der Wimmer werden.", heißt es darin.

Besonders der Refrain sorgt auf Instagram für ordentlich Reichweite – der Clip ging viral. Mittlerweile soll der Song sogar offiziell veröffentlicht werden dürfen.

Auch im Hip-Hop-Bereich mischt ein bekannter Name mit: Drogu, der schon zur EM vor zwei Jahren mit "Willkommen in Autriche" für Stimmung sorgte, liefert erneut einen inoffiziellen Fan-Track für die Nationalmannschaft.

Und genau hier stellt sich am Ende fast schon die Frage: Braucht es überhaupt den einen WM-Song?

Denn während früher ein offizieller Titel die Richtung vorgab, wirkt es diesmal eher so, als würde Österreich gleich ein ganzes WM-Album bekommen – mit verschiedenen Genres, Perspektiven und viel Selbstironie.

Vielleicht ist genau das am Ende der eigentliche Erfolg: Dass sich plötzlich so viele musikalisch für die Nationalmannschaft begeistern, dass ein einzelner Song fast schon zu wenig wäre.

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