Das Bundeskanzleramt bestritt Samstagabend einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", laut dem Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) am Freitag im Kreis seiner EU-Amtskollegen bei seiner Forderung nach einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei eine Kehrtwende vollzogen hat. Kern halte an der Forderung nach einem Abbruch fest, sagte seine Sprecherin Susannika Glötzl.
Das Bundeskanzleramt bestritt Samstagabend einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", laut dem (SPÖ) am Freitag im Kreis seiner EU-Amtskollegen bei seiner Forderung nach einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei eine Kehrtwende vollzogen hat. Kern halte an der Forderung nach einem Abbruch fest, sagte seine Sprecherin Susannika Glötzl.
Die "FAS" beruft sich auf Angaben von Teilnehmern des Gipfels, wonach Christian Kern beim EU-Gipfel in Bratislava einen Rückzieher gemacht habe: "Es ist jetzt nicht die beste Zeit, um einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen zu verlangen", wird der Kanzler zitiert. Davor habe es Druck auf Kern vonseiten der sozialdemokratischen Partei- und Regierungschefs gegeben, seine Position zu ändern.
Der Kanzler hatte nach dem den Abbruch der seit Jahrzehnten laufenden Beitrittsgespräche der Türkei zur EU gefordert. Auch wenn es weiterhin enge Beziehungen zu Türkei brauche, sei ein eventueller Beitritt zur Union lediglich eine "diplomatische Fiktion", sagte Kern.
Aus anderen EU-Staaten gab es großen Widerspruch, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bezeichnete einen möglichen Abbruch als "schwerwiegenden außenpolitischen Fehler". Kern räumte nach dem EU-Gipfel ein, dass die Gespräche wohl fortgesetzt werden. Kerns Sprecherin betonte, der Kanzler stehe weiterhin zu seiner Forderung, dass die Gespräche abgebrochen werden sollten. Es habe keinerlei Druck auf Kern gegeben.