Am Freitag sind laut ukrainischen Angaben Dutzende Panzer und Lastwagen aus Russland in die Region Lugansk eingedrungen. Das russische Verteidigungsministerium bestreitet das.
Eine aus 32 Panzern bestehende Kolonne und 30 Lastwagen mit Kämpfern, 16 Haubitzen und weiterem Kriegsmaterial habe die Grenze überquert, berichtete der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko. Die Streitkräfte halten sich nun in der von prorussischen Separatisten kontrollierten Region Lugansk auf.
Die Kolonne bewege sich auf die Stadt Krasny Lutsch zu. An dem von den Rebellen kontrollierten Grenzübergang Iswarine in derselben Region sei zudem eine weitere Kolonne mit Lastwagen und drei mobilen Radarstationen eingedrungen.
Russland wies die Vorwürfe als "Provokation" zurück. Diese würden ohne jeden Beweis aufgestellt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Er warnte davor, den ohnehin aufgeheizten Konflikt im "Südosten" der Ukraine weiter durch "provozierende Mitteilungen" zu befeuern. Russland wirft auch der NATO vor, die Lage durch unbewiesene Behauptungen zu verschärfen.