Vettel Letzter – droht ihm die nächste Pleiten-Saison?

Sebastian Vettel im neuen Outfit.
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Die Formel-1-Tests liefen für Sebastian Vettel im neuen Aston Martin nicht nach Wunsch. Was dahinter steckt.

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel ist abgeschlagen Letzter. Der Deutsche schien an den drei Testtagen der Formel 1 in Bahrain noch nicht mit seinem neuen Aston Martin zurecht zu kommen. In Bahrain hatte er nichts mit den Schnellsten zu tun. Außerdem absolvierte er die wenigsten Testrunden.

Droht ihm nach der verkorksten letzten Saison mit Ferrari die nächste Pleiten-Saison? Das ist noch schwer zu beurteilen. Vettel fuhr in seinem neuen Boliden nämlich noch keine schnellen Runden. Er konzentrierte sich in der Wüste auf die Longruns. Der direkte Zeitenvergleich mit der Konkurrenz hinkt also. Das sollte seine Fans zumindest etwas beruhigen.

Besorgniserregend: Auch die angesprochenen Longruns waren nicht erfolgreich, weil Vettel seine Einheit am Sonntag mit einem Problem an der Power-Unit vorzeitig abbrechen musste.

Vettel gab sich im Anschluss betont gelassen: "Ehrlich gesagt ist es aber wichtiger, das Auto wirklich zu verstehen, und da hilft es einfach, mehr und mehr Runden zu drehen. In einer Push-Runde setzt man dann das Gelernte zusammen, aber ich bin nicht besorgt."

Das Testwochenende dürfte aber weniger geholfen haben, als im Vorfeld erhofft. Mit lediglich 117 absolvierten Runden über das gesamte Wochenende verteilt hat der Heppenheimer 2021 die wenigsten Kilometer in den Knochen. 

Vettel bleibt ruhig

Vettel: "Ich liege bei den Kilometern zurück und wir haben einige Reifensätze gar nicht gebraucht, weil wir nicht so viel gefahren sind. Insgesamt fehlen mir wie gesagt also wohl hundert Runden, für Lance (Stroll, Vettels Teamkollege, Anm.) gilt das wohl auch."

Vettel beschreibt die Schwierigkeit, in der Formel 1 für ein neues Team und einen neuen Boliden zu trainieren: "Wir müssen im Auto sitzen und fahren. Man kann im Winter zwar lange Stunden im Simulator verbringen, aber das ist nicht das Gleiche. Wenn also jemand nach eineinhalb Tagen im Auto aussteigt, und gleich wieder so schnell ist wie nach 17 Rennen in 20 Wochen im Vorjahr – ich denke nicht, dass das möglich ist."

Am 26. März steigt in Bahrain der erste Grand Prix der neuen Saison. Für Vettel wird es ein Kaltstart mit Aston Martin. Viele sehen in der kommenden Saison seine letzte Chance in der Formel 1. Mit Ferrari ging für Vettel 2020 so gut wie alles schief, was schief gehen konnte. Vom Wechsel zum neuen Team, das im Vorjahr unter dem Namen Racing Point an den Start ging, erhofft er sich einen zweiten Frühling in der Renn-Königsklasse. Der Rennstall fährt mit Mercedes-Motoren, stellte zuletzt deutlich schnellere Boliden als sein Ex-Team.

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