Anfang des Sommers hatte SP-Kanzler Kern sein Familienalbum für ein Wahl-Video geöffnet, Ende des Sommers zeigt sich nun VP-Chef Kurz privat im Video.
Wien, die Stadt in der Sebastian Kurz aufwuchs und seine Karriere startete, kommt im Video zwar auch vor. Der Haupt-Schauplatz ist aber ein Bauernhof im niederösterreichischen Zogelsdorf.
Dort lebt noch heute Kurz' Oma. Früher war Kurz hier oft an den Wochenenden zu Besuch, heute trifft er am Hof die Familie. Wie so ein Tag aussehen kann, davon erzählt auch das Video: Der VP-Chef kickt hier mit seinem Patenkind – dem Buben seiner Cousine Marlene –, fährt mit seinem Vater eine kleine Rennrad-Runde, trifft seinen Freund Florian zum Tennisspielen und herzt den Hund der Familie. „Tiere waren immer seines", sagt seine Cousine. Und erzählt, dass man früher kaum mit Kurz auf einen Flohmarkt gehen konnte, ohne mit Tieren heimzukommen. Es werden alte Bilder eingespielt, sie zeigen Kurz als Kind mit Meerschweinchen in den Händen.
Kurz erzählt, wie wichtig für ihn das Aufwachsen hier und in seiner Familie gewesen sei. Er lobt seine Eltern, die ihm „viel Freiraum" gegeben hätten.
Schauplatzwechsel nach Wien-Meidling. Hier wuchs Kurz auf, besuchte ein Bundesrealgymnasium. Einer seiner Lehrer, Professor Fichtinger, kommt im Video zu Wort, erzählt davon, wie Kurz als 17-Jähriger an Aufgabenstellungen heranging: "Er sammelt alle Informationen, die nötig sind, checkt alles ab und sucht seine Leute."
Kurz selbst erzählt, wie er in Meidling zur Jungen ÖVP kam, die ihn anfangs – da sie ihn für zu jung hielten – gar nicht wollten. Er habe übrigens eine "Jugend erlebt, wie viele andere auch. Wollte definitiv nie Berufspolitiker werden." Jetzt ist er es.
(uha)