Auch nach ihrer Verurteilung wegen Mordes an der Austauschstudentin Meredith Kercher beharrte Amanda Knox darauf, unschuldig zu sein. Bisher behauptete sie immer, in der Tatnacht bei ihrem Exfreund und nicht am Ort der Bluttat gewesen zu sein. Doch nachdem selbst ihr Exfreund Zweifel äußerte, soll nun ein Video berlegen, dass der "Engel mit den Eisaugen" doch eine kaltblütige Killerin ist.
gewesen zu sein. Doch nachdem selbst ihr Exfreund Zweifel äußerte, soll nun ein Video berlegen, dass der "Engel mit den Eisaugen" doch eine kaltblütige Killerin ist.
für die tödliche Verletzung Kerchers verantwortlich seien. Sie betonte, dass niemand ihre DNA-Spuren am Tatort gefunden habe. Damit werde der Verdacht aus dem Weg geräumt, dass es sich um einen "Gruppenmord" gehandelt habe. Außerdem sei sie zum Tatzeitpunkt bei Sollecito gewesen.
Genau diese Behauptung soll nun ein Video widerlegen. Eine Überwachungskamera in einem Park von Perugia hatte gefilmt, wie eine junge Frau kurz vor dem Mord in Richtung des Tatorts geht - Gangart, Kleidung und Statur gleichen der von Knox. Zwei Minuten zuvor wurde Kercher dort gesichtet. Die Aufnahme wurde um 20.53 Uhr gemacht - laut Gerichtsmediziner . Ihr Alibi lautete bisher, dass sich Knox zu diesem Zeitpunkt bei Sollecito aufgehalten habe.
Erst geduscht, dann Polizei gerufen
Gleichzeitig fällt offenbar Sollecito seiner Exfreundin in den Rücken. Knox sei nach Kerchers Tod zu sich nach Hause aufgebrochen, sagte Sollecito. Ihm sei aber rätselhaft, warum sie nicht sofort die Polizei alarmierte, als sie die Leiche fand, sondern erst duschte und Stunden später zu ihm zurückgekehrt sei, bevor die Einsatzkräfte alarmiert wurden. Er habe jedoch nie Antworten bekommen.
Kerchers Leiche war am 2. November 2007 in ihrem WG-Zimmer in Perugia entdeckt worden. Knox und Sollecito, die zum Tatzeitpunkt seit einigen Tagen ein Paar waren, sind für den Mord in zweiter Instanz zu 28 Jahren und sechs Monaten beziehungsweise 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Beide haben Berufung eingelegt, im Laufe des Jahres soll Italiens höchstes Gericht erneut in dem Fall entscheiden.