Vor ein paar Wochen sorgte hier die Ersterscheinung von Elch "Emil" für Aufregung, jetzt rückt Mistelbach erneut in den Fokus! Es ist ein bewölkter Tag am Ebendorfer (Gemeinde Mistelbach) Spielplatz als ein "Heute"-Leser einen Schockmoment erlebt. Mehrere hohe graue Masten stören das Landschaftsbild: an dem Kinderspielplatz sind plötzlich Überwachungskameras aufgestellt worden.
Verärgert hält der Niederösterreich seinen Fund per Handykamera fest. Die Sicherheitskameras sind direkt auf die Spielstätte gerichtet und filmen somit alles. Für ihn stellt das einen Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dar.
Er begründet das damit, da hierbei personenbezogene Daten – insbesondere von Kindern – ohne rechtliche Grundlage und ohne erkennbare Information der Öffentlichkeit erfasst werden. Der Leserreporter habe es schon bei der Gemeinde gemeldet – erzielte damit jedoch keinen Erfolg. Er ist verärgert und verzweifelt.
Eine "Heute"-Nachfrage legt offen was es mit dem überwachten Spielplatz auf sich hat. Nach einer Anfrage an das Büro des Mistelbacher Bürgermeisters meldete sich Herbert Hawel vom Kultur- und Verschönerungsverein Eberndorf. Er erklärt: Da der Spielplatz immer wieder Opfer von Vandalismusakten war, habe man beschlossen durch Überwachungskameras präventiv zu handeln.
Hintergrund: Eine Sitzbank sei in der jüngeren Vergangenheit so sehr zerstört worden, dass eine Reparatur unmöglich war. Weiters seien öfters Spielgeräte in den angrenzenden Bach geworfen worden. Seitdem die Kameras installiert worden sind, haben die Vandalen-Akte ein Ende gefunden.
Die DSGVO wird laut Hawel nicht verletzt, da ausreichend über die Kameras informiert wird. "Wir haben auch positive Rückmeldungen von Eltern bekommen, die sich freuen, dass der Spielplatz nun keine Beschädigungen mehr aufweist", erklärt Hawel im "Heute"-Talk. Ob der besorgte Leser nun weiterhin seine Kinder am Spielplatz spielen lässt, bleibt jedoch offen.