Täglich kommen aus Syrien schreckliche Meldungen, dass der dort zur Zeit herrschende Bürgerkrieg vor allem die unschuldigsten Bürger trifft - Frauen und Kinder. In einem offenen Brief haben sich nun einige Botschafter-Gattinnen an Asma al-Assad, die Frau des syrischen Präsidenten, gewandt, um an ihre Vernunft und Menschlichkeit zu appellieren.
Die First Lady Syriens ist in London aufgewachsen und hat dort auch eine Ausbildung als Investmentbankerin abgeschlossen. Ihr öffentliches Auftreten war immer sehr westlich und sie hat sich als gleichberechtigte Partnerin ihres Mannes inszeniert. Sie versprach dem syrischen Volk auch Reformen und eine Modernisierung der Gesellschaft.
Und dann kam der Bürgerkrieg
Seit Ausbruch des Bürgerkriegs ist sie jedoch von der Bildfläche verschwunden. Kein Wort ist von ihr zu den Greueltaten des syrischen Regimes an der Zivilbevölkerung zu hören. Deswegen haben sich einige Frauen, darunter die Ehefrauen des deutschen und des britischen Uno-Botschafters in New York, in einer Videobotschaft an Asma gerichtet.
In dem Video appellieren sie mit teilweise grausamen Bildern an die Menschlichkeit Asamas, sie möge sich nicht mehr im Schatten ihres Mannes verstecken, sondern einschreiten und für ein Ende der Gewalttätigkeiten sorgen. Unterstützt wird das Video auch von Ehefrauen von Diplomaten aus Japan, der Türkei, Finnland, Ungarn, Südafrika und den Philippinen.
Bleibt zu hoffen, dass die Botschaft ankommt.