"Viele Beschwerden" – Linz kippt Gewesslers 19 Grad

Die Linzer Landstraße, Geschäftsstraße im Stadtteil Innenstadt von Linz. (Archivfoto)
Die Linzer Landstraße, Geschäftsstraße im Stadtteil Innenstadt von Linz. (Archivfoto)Willfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com
19 Grad in Büros! Dieses Vorhaben von Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) wurde in Linz umgesetzt. Jetzt wurde es aber wieder zurückgenommen.

Ganz Österreich muss derzeit Energie sparen. Im September kündigte Gewessler deshalb an, es solle Vorgaben für die Temperatur in öffentlichen Gebäuden geben. Eine Verordnung zu der 19-Grad-Regelung gibt es aber bisher noch nicht, derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe an konkreten Vorschlägen zur Umsetzung. Termin gibt es noch keinen (mehr hier).

Im Oktober preschte Linz dann vor. Die Stadt und die zuständige Personalvertretung einigten sich: Um Energie zu sparen, wurden die Räumlichkeiten für rund 3.000 Magistratsmitarbeiter nur mehr auf 19 Grad geheizt.

Das bestätigte Linz-Bürgermeister Klaus Luger damals im Gespräch mit "Heute". Er schränkte aber schon damals auch ein: "Das gilt bis auf weiteres". 

Nun wurde die Situation noch einmal evaluiert. Ergebnis: Die 19-Grad-Regelung wird nun doch wieder abgeschafft und zurückgenommen. Personalvertreterin Karin Decker wird in den OÖN zitiert: "Es war den Mitarbeitern schlussendlich einfach zu kalt."

Schwer, bei 19 Grad einzupendeln

Zudem sei es schwer gewesen, die Temperatur tatsächlich bei 19 Grad einzupendeln. Teilweise hätte es mehr gehabt, teilweise aber auch weniger. Das neue Ziel: 21 Grad. Bisher hat man die Temperatur im Neuen und im Alten Rathaus immer auf 23 Grad eingestellt im Winter.

"Die weiteren zwei Grad weniger auf 19 Grad würden nur zulasten der Mitarbeiter-Zufriedenheit gehen. Das steht in keiner Relation, deshalb wurde nun in Absprache mit Bürgermeister Klaus Luger die Dienstanweisung aktualisiert“, sagt Huemer in den OÖN. Ein Klima-Vorbild sei Linz auch noch mit der 21-Grad-Regelung.

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