Wie in Wien: In vielen Schulen Londons ist der Anteil an Schülern mit anderer Erstsprache als Englisch sehr hoch. Nach einer Schulreform 2003 steht die Hauptstadt heute top da. Teil 2 unserer Serie.
In den 1980er- und 90er-Jahren fielen Londons öffentliche Schulen immer weiter zurück. Die Metropole reagierte 2003 mit einer umfassenden Schulreform ("London Challenge"). Ziele: Leistungsniveau erhöhen, mehr gute Schulen und Schließen der sozialen Kluft. Einige der Maßnahmen:
"Netzwerke" zwischen erfolgreichen und erfolglosen Schulen
Einbindung der besten Schulleiter Londons in die Reform
Programme, die von Schulleitern anderer Schulen durchgeführt wurden
Fixe Kooperation jeder Schule mit einer Hochschule/Uni
Abschaffung der zentralen Schulbehörde, dadurch mehr Autonomie für die Bezirke
Uni-Absolventen unterrichten zwei Jahre an "Problemschulen"
Bessere Bezahlung von Lehrern an diesen Schulen
War London vor der Reform die Region Englands mit den schlechtesten Test-Ergebnissen, liegt man heute an der Spitze. Trotz geringer sozialer Durchmischung gibt es Top-Leistungen. Und: Gruppen wie Pakistanis, Bangladeshis oder Afrikaner erzielen in London die im Vergleich besten Resultate.
Jeder zweite Wiener Schüler spricht daheim nicht Deutsch
22,2 % der österreichischen Schüler hatten im Schuljahr 2014/15 eine andere Umgangssprache als Deutsch. An Sonderschulen waren es laut Statistik Austria sogar 32,3 %. Am geringsten war der Anteil in AHS und BHS.
Deutlich höher ist der Anteil jener, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, in Wien. Hier ist es fast jeder zweite Schüler. Höchste Dichte: in Hauptschulen mit 70,7 %. Aber: In Neuen Mittelschulen liegt der Anteil mit 68,5% fast genauso hoch.
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