Oberösterreich

"Viele Verspätungen" – Airlines sorgen für großen Ärger

Alptraum statt Traumurlaub: Bei der Arbeiterkammer liefen auch diesen Sommer die Telefone heiß. Der Grund: großer Ärger über Airlines.

Oberösterreich Heute
Die Enttäuschung ist riesig, wenn man statt des Urlaubsziels nur den Flughafen sieht. Die AK hilft Betroffenen. (Symbolbild)
Die Enttäuschung ist riesig, wenn man statt des Urlaubsziels nur den Flughafen sieht. Die AK hilft Betroffenen. (Symbolbild)
Getty Images

Annulierungen, Verspätungen, Verschiebungen: Die Konsumentenschützer haben immer öfter mit Beschwerden im Zusammenhang mit Reisen zu tun. Zwei Drittel der Anfragen betrafen zuletzt das Fliegen.

Die Ausfälle seien häufig kalkuliert, sagte Ulrike Weiß, Leiterin der Konsumenteninformation der AK Oberösterreich, bereits im Vorjahr zu "Heute". "Wir haben das Gefühl, dass es sich für die Unternehmen lohnt."

Dieses Jahr stellt sich die Situation leider nicht anders dar: Der Flug ins Urlaubsparadies war wieder für zahlreiche Kunden mit Ärger verbunden. "Wir haben gerade heuer schon sehr, sehr viele Verspätungen oder Vorverlegungen beobachtet", berichtet Weiß im Gespräch mit dem ORF.

Schlimme Vermutung

Und die Expertin hat erneut eine schlimme Vermutung: "Das sieht schon danach aus, dass es Kalkül ist, nicht voll ausgelastete Flüge herauszustreichen und die Passagiere dann auf die anderen Flüge zu verteilen."

Auch wenn ein kleiner Schaden entsteht, gebe es oft keine Ersatzmaschinen mehr. Bei etlichen Fluglinien werde offenbar knapp kalkuliert, vermutet Weiß.

Sie empfiehlt Betroffenen, nicht locker zu lassen. Bei Flügen in der EU haben sie jedenfalls viele Rechte, oft gibt es Entschädigungen von mehreren hundert Euro.

Die AK unterstützt die Konsumenten bei der Durchsetzung und hat in den vergangenen zwei Jahren fast 600.000 Euro an Rückzahlungen erzielt. Das sei ein wichtiges Signal an die Airlines, betont Weiß.

Um so viel wurden Lebensmittel teurer

Die Teuerung macht nicht Halt vor dem Supermarkt. Diesen drastischen Befund konnte die Arbeiterkammer jetzt einmal mehr bestätigen. Sie verglich die Preisentwicklung von drei Produkten.

Der Preis für Toastschinken ist um bis zu 53 Prozent angestiegen. Für Fischstäbchen müssen Kunden heuer im Vergleich zu 2021 um bis zu 50 Prozent mehr bezahlen. Und bei Mozzarella liegt der größte Preisaufschlag verglichen zum Vorjahr bei 44 Prozent.

1/76
Gehe zur Galerie
    <strong>14.06.2024: "Weil wir keine Wiener sind!" Sohn wieder weggeschickt.</strong> Eine Mutter eilte mit ihrem kranken Sohn ins AKH Wien. <a data-li-document-ref="120042066" href="https://www.heute.at/s/weil-wir-keine-wiener-sind-sohn-wieder-weggeschickt-120042066">Trotz Überweisung hätten sie die behandelnden Ärzte allerdings wieder heimgeschickt &gt;&gt;&gt;</a>
    14.06.2024: "Weil wir keine Wiener sind!" Sohn wieder weggeschickt. Eine Mutter eilte mit ihrem kranken Sohn ins AKH Wien. Trotz Überweisung hätten sie die behandelnden Ärzte allerdings wieder heimgeschickt >>>
    Leserreporter