Viele verzichten wegen Test auf Friseur-Besuch

Den Weg zum Friseur gibt es vorerst nur mit einem negativen Corona-Test.
Den Weg zum Friseur gibt es vorerst nur mit einem negativen Corona-Test.Getty Images/iStockphoto
Endlich sperren die Friseure wieder auf, doch eine Bedingung für den langersehnten Besuch lassen die Wogen bereits jetzt hochgehen - der Corona-Test.

Ab 8. Februar ist endlich ein Ende von lange Zotten und grauen Haaransätzen in Sicht: Österreichs Friseure dürfen wieder Haare waschen, schneiden und auch färben - allerdings nur mit Vorbehalt. Denn der "Lockdown light" bringt einige Vorschriften auch für den Friseur-Besuch mit sich. Vor allem die Vorlage eines negativen Corona-Tests sorgt bereits jetzt für viel Wirbel und Kritik. Besonders die Zeitspanne von 48 Stunden zwischen Testabnahme und Friseurbesuch wird für unzumutbar gehalten - doch das alleine ist wohl nicht das Problem.

"Das Thema ist leider nicht nur, dass Termine verschoben werden, sondern komplett abgesagt, weil es doch sehr viele gibt die für diese Auflagen überhaupt kein Verständnis zeigen", erklärt Eniss Agrebi, Inhaber von "Die Wiener Friseure" in der Seilerstätte 22, auf Nachfrage von "Heute".

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Eine Erfahrung, die auch schon Patrick Ruckendorfer in seinem Salon HairPR im Palais Esterházy gemacht hat. Bei ihm wären es allerdings nur einige Wenige, die sich nicht testen lassen möchten. Deshalb wolle er das Prinzip auch in Zukunft für die Dauer der Krise und so lange es rechtlich hält, beibehalten.

"Uns bleibt keine andere Wahl!"

Beim renommierten Star-Friseur Sturmayr hat der eine oder andere Stammkunde deshalb ebenfalls bereits seinen Termin abgesagt: "Viele regen sich darüber auf, aber ganz ehrlich: Was ist die Alternative? Bestrafen tun sie mit der Test-Verweigerung nur die Mitarbeiter und Unternehmen - nicht die Regierung", gibt Christian Sturmayr zu bedenken. "Uns bleibt keine andere Wahl. Es geht hier um Arbeitsplätze!"

Termin verschieben?

Aus diesem Grund zeigen sich die Friseure flexibel: "Wer es nicht schafft, sich rechtzeitig einen Test zu organisieren, kann seinen Termin ohne Probleme verschieben", erklärt Hairstylistin Carola Claudia Staudinger, die ihren Salon in der Mahlerstraße 7 im 1. Bezirk betreibt. Dennoch gibt es auch bei ihr Absagen aufgrund der Test-Pflicht. "Für manche ist es eben kompliziert."

Schnelltest im Salon als Alternative?

Die Lösung für Agrebi: "Ich glaube, dass es sehr viel einfacher wäre, wenn wir Schnelltests knapp vorm Termin außerhalb des Salons anbieten könnten." Es sei doch aufwendig in die Teststraßen zu gehen und Arzt oder Apotheken wären mit extra Kosten verbunden. "Vor allem, wenn sie nur eine Gültigkeit von 48 Stunden haben und man gezwungen ist, diese mehrmals in der Woche in Anspruch zu nehmen!"

Bei Sturmayr hat man die Kunden dazu angehalten, gleichzeitig einen Termin zum Testen auszumachen. Zusätzlich gibt es eine Kooperation mit Ärzten, für alle, bei denen sich der Test bis zum Haarschnitt nicht ausgeht, verrät der Star-Friseur.

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