Gewinnspiel

"Vier minus drei": Wenn ein Unfall alles verändert

Filmemacher Adrian Goiginger im Interview zu "Vier minus drei" – ein Film über Schmerz, Hoffnung und Neubeginn. Wir verlosen 5x2 Tickets.
06.03.2026, 06:00
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Mit Babybauch, Hochzeitskleid und einem VW-Bus starten Barbara (Valerie Pachner) und Heli (Robert Stadlober) in ihr Abenteuer Familienleben. Alles scheint leicht und voller Zukunftspläne. Doch ein Anruf verändert Barbaras Leben schlagartig: Nach einem tragischen Unfall bleibt die junge Mutter plötzlich ohne ihren Ehemann und ihre beiden Kinder zurück.

Diese wahre Geschichte verarbeitete Barbara Pachl-Eberhart in ihrem autobiografischen Roman "Vier minus drei", der nun verfilmt wurde und ab 6. März in den Kinos zu sehen ist. Für die Regie zeichnet der österreichische Filmemacher Adrian Goiginger verantwortlich, der im Gespräch mit Heute über die bewegende Geschichte und seine persönliche Perspektive darauf spricht.

Von der Tragödie zur Filmidee

Im Interview zeigt sich Goiginger von seiner nachdenklichen und spirituellen Seite. Besonders beeindruckt hat ihn die Art, wie Pachl-Eberhart heute über ihr Schicksal spricht. "Ihre offene, selbstkritische und emotionale Art, über ihr Leben und das Leben ihrer verstorbenen Familie zu reden, hat mich sehr inspiriert. Sie ist der lebende Beweis dafür, dass es selbst bei so einem unvorstellbaren Schmerz ein Happy End geben kann", sagt der Regisseur. Nach dem unfassbaren Verlust hat die Autorin Schritt für Schritt wieder ins Leben zurückgefunden. Heute ist sie erneut verheiratet und Mutter einer Tochter – ein Neubeginn, der lange Zeit unvorstellbar schien.

Leben von Moment zu Moment

Eine klare Überlebensstrategie habe es damals nicht gegeben, erklärt Goiginger. Vielmehr sei es ein "Sich-Durchhandeln" gewesen – Tag für Tag weiterzumachen und darauf zu hoffen, dass es irgendwann leichter wird. Auch im Film wird dieser innere Kampf sichtbar. Besonders prägend ist der lange Prozess des Loslassens. Lange Zeit klammert sich die Protagonistin an den Wunsch, ihre Familie zurückzubekommen. Dunkle Gedanken, sogar Suizidgedanken, gehörten zu dieser Phase und spiegeln die damalige Realität der Autorin wider. Nach dem Unfall lebte Pachl-Eberhart von Moment zu Moment – und überlebte so die schwerste Zeit ihres Lebens. Rückblickend scheint sich eine oft zitierte Wahrheit zu bestätigen: "Zeit heilt alle Wunden".

Spirituelle Perspektive

Auf die Frage, ob ihn die tiefgründigen Themen seiner Filme zu einem melancholischen Menschen machen, lächelt Goiginger im Salzburger Dialekt: "Als melancholische Person würde ich mich nicht bezeichnen. Ich bin spirituell, gläubig und fasziniert von den psychologisch-menschlichen Tiefen".

Diese Haltung spiegelt sich auch in seiner filmischen Arbeit wider. Seinen Durchbruch feierte der Regisseur mit der autobiografischen Erzählung über seine drogenabhängige Mutter in "Die beste aller Welten". Nun folgt ein ebenso emotionales wie persönliches Werk mit der Geschichte von Pachl-Eberhart, deren Lebensweg Goiginger zutiefst bewundert.

Im Gespräch betont er, dass die Autorin trotz ihres neuen Lebens und ihrer Familie die Verbindung zu den Verstorbenen nie verloren hat. Und am Ende des Interviews hallen folgende Worte immer noch nach: "Es ist immer ihre Familie, auch wenn sie nicht mehr sichtbar ist".

Das Gewinnspiel ist aktiv bis 13. März 2026, 8.00 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

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