Im Jahr 1845 brach der britische Polarforscher John Franklin mit der HMS Terror und der HMS Erebus auf, um die legendäre Nordwestpassage zu finden. 129 Männer wagten den Weg - keiner von ihnen kam jemals zurück.
Zwei Jahre steckten die Schiffe fest, ein Großteil der Besatzung versuchte daraufhin, über das Eis in die Zivilisation zu gelangen. Es kam sogar zu Fällen von Kannibalismus unter den verzweifelten Männern.
Wie spiegel.de berichtet, haben Wissenschaftler der kanadischen University of Waterloo nun die Identität von vier weiteren Expeditionsteilnehmern bestätigen können. Dafür verglichen sie DNA-Proben von Zähnen und Knochen mit dem Erbgut von 31 heute noch lebenden Nachkommen.
Eindeutig bestimmt werden konnten die sterblichen Überreste von David Young, einem erst 17 Jahre alten Schiffsjungen auf der HMS Erebus, sowie von John Bridgens, einem Offizierssteward auf demselben Schiff. Auch der Seemann William Orren konnte zugeordnet werden.
Besonders interessant ist die vierte Person: Mit dem Unteroffizier Harry Peglar konnte erstmals ein Besatzungsmitglied der HMS Terror identifiziert werden. Seine Gebeine wurden bereits 1859 rund 130 Kilometer von den anderen Fundstellen entfernt entdeckt.
Peglar hatte persönliche Papiere bei sich, darunter sein Seemannspatent und einige Notizen. Allerdings entsprach seine Kleidung nicht seinem Rang, weshalb seine Identität bis heute strittig geblieben war. Nun konnte die DNA-Analyse endgültig Klarheit schaffen.