Bluttat erschüttert NÖ

"Fassungslos" – Lebensfrohe 4-fach-Mama brutal getötet

Jahrelang kochte es seit der Trennung von seiner Frau in einem 47-Jährigen – bis er jetzt offenbar explodierte. Das Opfer: Eine vierfache Mutter (38).
07.04.2026, 05:00
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"Ich möchte einen Mord melden." Dieser trockene Satz am Telefon lotste Polizisten zu einem blutgetränkten Tatort: Als Beamte an der Adresse in Sooß, einer Gemeinde bei Baden, eintrafen, lag der leblose Körper einer Frau im Garten – der nächste Femizid in Österreich.

Dunkle Schleifspuren führten durch das Gras. Nicht weit neben der Leiche entdeckten die Beamten am frühen Sonntagabend einen verstörten Mann, der angab, die Beamten gerufen zu haben. Der kosovarisch-stämmige Österreicher meinte dann, er habe seine Frau so gefunden und Alarm geschlagen.

Schnell war klar: Die Mutter (38) von vier gemeinsamen Kindern – ebenso mit Wurzeln im Kosovo – hatte Wunden am Kopf, offenbar mehrere Stiche und auch Schusswunden erlitten. Nach kurzem Leugnen dann der Zusammenbruch des 47-Jährigen. Er gestand den Ermittlern, die Trennung 2019 nicht verkraftet und ihr die Schuld gegeben zu haben: "Ich hasse sie!"

Eine Neun-Millimeter-Pistole wurde sichergestellt. Die hatte er angeblich von einem Unbekannten gekauft. Der Verdächtige sprach auch von einem Schraubenzieher als Tatwaffe. Die Unschuldsvermutung gilt.

Immer wieder Streitigkeiten

Zwischen dem Paar soll es immer wieder zu Konflikten gekommen sein, es lebte schon länger getrennt.

"Der Tatverdächtige wurde festgenommen, eine Obduktion wurde angeordnet und ein U-Haft-Antrag gestellt", erklärte am Montag Erich Habitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, gegenüber "Heute".

"Wir sind alle fassungslos"

In Sooß, einer kleinen Gemeinde mit nur etwas über 1.000 Einwohnern im Bezirk Baden, kennen viele die Familie. Die Mutter galt nicht als zurückgezogen, im Gegenteil. "Sie war immer sehr fröhlich, nett", sagt ein Bewohner. "Wir sind alle fassungslos, was hier passiert ist."

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

"Lebe, liebe lache"

Auf ihrem Facebook-Profil schrieb das Opfer unter ein Foto: "Lebe, liebe lache." Auf einem schon länger zurückliegenden Profilbild teilte sie folgende Nachricht: "Die schönsten Dinge im Leben sind kostenlos: Umarmungen, Lächeln, Freunde, Familie, Schlaf, Küsse, Liebe, Lachen, schöne Erinnerungen."

Auch der Bürgermeister Hermann Rauch zeigt sich gegenüber "Heute" tief betroffen: "Das ist in Worte nicht zu beschreiben."

Jugendwohlfahrt schaltete sich ein

Zurück nach der Bluttat bleiben die vier minderjährigen Kinder, der sich die zuständige Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Baden annahm.

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