Nach Sturz mit blauem Auge

Fritzl geht’s schlecht, er vergisst schon eigenen Namen

Um den inhaftierten Straftäter Josef Fritzl (90) soll es nach einem Sturz in der Zelle schlecht stehen – seine Demenz nimmt indes neue Dimensionen an.
Christian Tomsits
06.04.2026, 18:00
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Er fügte seiner Familie jahrelang Schreckliches zu, jetzt muss er selber leiden: Kurz vor seinem 91. Geburtstag soll es um Österreichs berüchtigtsten Häftling schlecht stehen – wir berichteten.

Inzest-Vater Josef Fritzl soll nach einem Sturz schwer ramponiert auf der Spitals-Abteilung der Justizanstalt Stein (NÖ) liegen, kaum noch von seiner Häf’n-Pritsche aufstehen. Das Gesicht des verurteilten Vergewaltigers sei zerschunden, laut "Heute"-Infos holte sich Fritzl an einer Kante auch ein ordentliches blaues Auge.

Der Fall Fritzl

27. April 2008: Enthüllungen über den Inzest-Fall von Amstetten (NÖ) erschüttern nicht nur ganz Österreich, Berichte über die fürchterlichen Verbrechen von Josef Fritzl gehen um die Welt. Der Familienvater hielt im Keller seines Hauses seine Tochter über 24 Jahre gefangen, wo sie unter unvorstellbaren Qualen sieben Kinder zur Welt bringen musste.

Am 19. März 2009 wird Fritzl von den Geschworenen in St. Pölten wegen Nötigung, Inzest, Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Mord durch Unterlassung zu lebenslanger Haft plus einer Einweisung in eine Anstalt verurteilt.

Seit 2021 herrscht ein juristisches Tauziehen um eine bedingte Entlassung, zu der es bisher (noch) nicht kam.

Gehen kann der 90-Jährige – wenn überhaupt – nur noch mit dem Rollator. Die rasant fortschreitende Demenz macht dem Niederösterreicher ebenfalls schwer zu schaffen. Fritzl soll zeitweise felsenfest davon überzeugt sein, dass aus dem Fernseher US-Präsident Donald Trump und andere Promis direkt mit ihm sprechen.

Und: Gelegentlich soll sich Fritzl – der sich aus Angst vor Angriffen extra umbenennen ließ – an seinen eigenen Namen nicht mehr erinnern. Bei seinen seltenen Telefonaten aus der Haftanstalt stelle er sich wieder mit dem alten Nachnamen "Fritzl" vor, heißt es, weiß nicht mehr, wie er eigentlich heißt.

Auch seine Anwältin Astrid Wagner bestätigte gegenüber "Heute" den schlechten Allgemeinzustand ihres prominenten Mandanten. Die Star-Juristin versucht seit Jahren, eine bedingte Entlassung zu erreichen – damit Fritzl wenigstens seinen Lebensabend in einem Altenheim verbringen dürfe.

Die Star-Juristin hält den Schwerverbrecher aus Amstetten "eigentlich für haftunfähig" und kritisiert seinen Daueraufenthalt auf der Krankenstation als "unwürdig – selbst für einen Gefangenen dieses Kalibers". Anfang 2025 blitzte Fritzl mit ihrem Antrag auf Freiheit endgültig ab. Wagner bereite derzeit bereits einen neuen Antrag vor, doch die Zeit scheint ihr nun davonzulaufen…

{title && {title} } ct, {title && {title} } 06.04.2026, 18:00
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