Seit 2009 sitzt der wegen Mordes durch Unterlassung und tausendfacher Vergewaltigung zu lebenslanger Haft verurteilte Inzest-Vater in der Justizanstalt Stein ein. Der seit 2021 nicht mehr als gefährlich geltende 90-Jährige kam zuletzt aus der Maßnahme in den Normalvollzug – wir berichteten.
Der Fall Fritzl
27. April 2008: Enthüllungen über den Inzest-Fall von Amstetten (NÖ) erschüttern nicht nur ganz Österreich, Berichte über die fürchterlichen Verbrechen von Josef Fritzl gehen um die Welt. Der Familienvater hielt im Keller seines Hauses seine Tochter über 24 Jahre gefangen, wo sie unter unvorstellbaren Qualen sieben Kinder zur Welt bringen musste.
Am 19. März 2009 wird Fritzl von den Geschworenen in St. Pölten wegen Nötigung, Inzest, Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Mord durch Unterlassung zu lebenslanger Haft plus einer Einweisung in eine Anstalt verurteilt.
Seit 2021 herrscht ein juristisches Tauziehen um eine bedingte Entlassung, zu der es bisher (noch) nicht kam.
Gemeinsam mit seiner Anwältin Astrid Wagner träumte der mittlerweile schwer demenzkranke Fritzl tatsächlich davon, seinen Lebensabend in Freiheit verbringen zu dürfen und hatte um eine bedingte Entlassung angesucht. Doch das Landesgericht Krems wies den Antrag im Jahr 2025 ab.
Sturz in Stein, Fritzl verletzt
Nun dürfte – kurz vor seinem 91. Geburtstag am 9. April – selbst die letzte Hoffnung allmählich schwinden. Denn wie "Heute" herausfand, gibt Fritzls Gesundheitszustand aktuell Grund für große Sorge. Der hochbetagte Häftling soll in seiner Häf’n-Zelle schwer gestürzt sein, habe sich dabei verletzt. Es stehe entsprechend schlecht um ihn, heißt es.
"Er ist wirklich nicht gut beisammen", bestätigte Astrid Wagner auf "Heute"-Anfrage. Die Star-Anwältin will für Fritzl bereits einen Platz in einem auf Demenzkranke spezialisierten Altersheim organisiert haben und will weiter für seine Freilassung kämpfen. Nun stellt sich erstmals die Frage, ob Fritzl dafür noch lange genug am Leben bleibt…