Bluttat in Niederösterreich

Frau (38) tot aufgefunden – neue Details enthüllt

Eine 38-jährige Frau wurde am Ostersonntag tot im Garten eines Wohnhauses in Sooß (NÖ) aufgefunden. Nun kommen immer mehr Details ans Licht.
06.04.2026, 14:00
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Ein brutales Gewaltverbrechen erschüttert Niederösterreich: Am Ostersonntag endete das Leben einer 38-jährigen Frau im Garten eines Wohnhauses in Sooß auf tragische Weise.

Stich- und Schusswunden

Die serbisch-kosovarische Familienmutter wurde mit schweren Verletzungen aufgefunden. Neben massiven Kopfverletzungen soll sie auch Stich- und Schusswunden erlitten haben. Die Tat dürfte sich am frühen Abend gegen 18.30 Uhr abgespielt haben.

Schnell geriet eine Person ins Visier der Ermittler: der Ehemann der Frau, von dem sie getrennt gelebt haben soll. Die Polizei konnte den 47-jährige österreichische Staatsbürger mit kosovarischen Wurzeln rasch ausforschen und festnehmen. Er befindet sich mittlerweile in Haft.

Neun-Millimeter-Pistole sichergestellt

Nach ersten Erkenntnissen dürfte bei der Bluttat ein Schraubenzieher verwenden worden sein. Laut Informationen der "Kronen Zeitung" soll der tatverdächtige Mann die Frau damit getötet haben. Zusätzlich wurde am Tatort auch eine Neun-Millimeter-Pistole sichergestellt. Ob diese ebenfalls bei der Tat verwendet wurde, ist derzeit noch unklar.

Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Eine Obduktion wurde angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären. Auch das Motiv ist noch offen, fest steht jedoch: Zwischen dem Paar soll es in der Vergangenheit immer wieder zu Streit gekommen sein. Die beiden haben vier minderjährige Kinder.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Gewaltschutzzentren, Polizei, Beratungsstellen

Der Fall sorgt auch politisch für Reaktionen. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Justizministerin Anna Sporrer mahnen in der "Krone": "Gewaltschutzzentren, Polizei, Beratungsstellen und Notrufnummern sind für Opfer da. Bitte nutzen Sie diese Expertise, wenn sie Hilfe benötigen, oder Gewalt in Ihrem Umfeld mitbekommen."

Gerade rund um Feiertage komme es laut den beiden Ministerinnen immer wieder zu Eskalationen im privaten Umfeld. In Österreich vergehe kaum ein Tag ohne neue Fälle von Gewalt gegen Frauen.

Ein Osterwochenende, das für eine Familie in einer Tragödie endete - und viele Fragen offen lässt.

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