Durchbruch gelungen

Wasserkraftwerk Rosenburg: Kompromiss-Lösung gefunden

Nach mehreren Gesprächsrunden konnte ein Durchbruch für die Zukunft des historischen Wasserkraftwerks Rosenburg erzielt werden.
Erich Wessely
07.04.2026, 04:00
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Für die Zukunft des historischen Wasserkraftwerks Rosenburg konnte ein Durchbruch erzielt werden. Nach mehreren Gesrpächsrunden unter Federführung des nö. Umweltanwalts Tom Hansmann einigten sich EVN sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen auf einen "tragfähigen Kompromiss", wie die EVN mitteilte.

Die EVN modernisiert den Standort inklusive Krafthaus, Technik und Staumauer, dabei werden aber wesentliche Faktoren wie Stau- und Fallhöhe erhalten. Dazu setze der Konzern zusätzliche freiwillige Begleitmaßnahmen um. Dazu zählen etwa eine höhere Wasserabgabe über den Umlaufberg sowie Schotterzugaben im Oberlauf des Kamp.

1908 errichtet

Das Wasserkraftwerk Rosenburg war 1908 von der Stadtgemeinde Horn errichtet worden, seit Jahren gab es Konflikte um Modernisierungspläne, jetzt gibt es eine Einigung.

"Guten Kompromiss gefunden"

"Als Landesenergieversorger ist es unser Auftrag, möglichst viel erneuerbare Energie zu produzieren. Aber wir haben einen guten Kompromiss im Sinne des Großen und Ganzen gefunden. Und vielleicht auch einen guten Start für die zukünftige Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Umweltschutz-NGOs. Dafür und für die lösungsorientierte Leitung durch die NÖ Umweltanwaltschaft möchten wir uns herzlich bedanken", betonte EVN-Unternehmenssprecher Stefan Zach.

Mit der Lösung sind alle Parteien zufrieden
EVN / Daniela Matejschek

"Gerade wenn es um Konflikte zwischen Klima- und Naturschutz geht, bringen wir die unterschiedlichen Interessen an einen Tisch, um tragfähige Lösungen zu ermöglichen. Voraussetzung dafür sind aber zwei Seiten, die aufeinander zugehen wollen. Die EVN ist dafür von den ursprünglichen Modernisierungsplänen abgerückt. Die NGOs haben sich auf den schwierigen Weg gemacht, an einem Kompromiss für ein Wasserkraftprojekt mitzuarbeiten", sagte Umweltanwalt Tom Hansmann.

"Zehn Jahre andauernder Einsatz"

Clemens Feigl, Bürgerinitiative Lebendiger Kamp, ist zufrieden: "Die Bürgerinitiative Lebendiger Kamp begrüßt, dass der über zehn Jahre andauernde Einsatz für eine in Österreich einzigartige naturnahe Flusslandschaft zu einem vertretbaren Kompromiss geführt hat. Sie dankt allen beteiligten Bewohnern und Bewohnerinnen der Region für die Unterstützung und die bereitwillige Leistung tausender freiwilliger Arbeitsstunden und der EVN für die Bereitschaft zur Konfliktlösung."

"Der ausverhandelte Mehrwert einer deutlich erhöhten, dynamischen Restwassermenge, die Kieszugabe zur Anlage von Laichplätzen und das Artenschutzprojekt Huchen als freiwillige Zusatzmaßnahmen der EVN überzeugten schließlich auch alle am Prozess beteiligten Vertreter der Naturschutzorganisationen", meinte Erhard Kraus (LANIUS). Und auch Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes, begrüßt "den Kompromiss mit der EVN in Sachen Rosenburg, der jedenfalls den Grundsätzen eines naturverträglichen Ausbaus der Wasserkraft entspricht".

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