Nach dem Hinspiel in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation stehen die Weichen bei Österreichs Vizemeister Sturm Graz auf Aufstieg. Die bissigen Steirer schlugen Schottland-Traditionsklub Heart of Midlothian mit einer starken Leistung klar, gewannen mit 4:0. Damit ist die Tür zum Aufstieg in die dritte Qualifikationsrunde ganz weit offen.
Kapitän Jon Gorenc Stankovic (4.), Jeyland Mitchell (50.), Juwel Luca Weinhandl (53.) und Neuzugang Jürgen Heil (59.) trafen für die Steirer gegen phasenweise überforderte Schotten und sorgten damit vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) für klare Verhältnisse.
In der dritten Qualirunde würde es dann aber gegen einen echten Brocken gehen: Fenerbahce Istanbul aus der Türkei oder Gornik Zabrze aus Polen. Bei einem Aufstieg hätten die Grazer jedenfalls die Europa League garantiert.
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch hat seine erste Startelf der neuen Saison kräftig durchgemischt. So bekam Emran Soglo als Linksverteidiger seine Chance, genauso wie Leih-Rückkehrer Szymon Wlodarczyk in der Spitze. Mit Heil und Simon Seidl begannen zwei Neuzugänge, dazu die Talente Jakob Peter Hödl und Weinhandl. Der an Wadenproblemen laborierende Otar Kiteishvili kam zur Pause rein.
Es brauchte aber einen absoluten Stammspieler, um schon in der vierten Minute für die Führung zu sorgen: den neuen Kapitän Gorenc Stankovic. Der stieg bei einem Einwurf von Mitchell in der vierten Minute zum Kopfball hoch, nickte ein – 1:0. Seedy Jatta verpasste es dann, per Kopf aus kurzer Distanz nachzulegen, traf in der zehnten Minute nur die Stange. Der starke Hödl zog in der 18. Minute ab, den leicht abgefälschten Schuss parierte Alexander Schwolow im Tor der Schotten.
Auf der Gegenseite hielt Daniil Khudyakov im Sturm-Tor gegen Pierre Landry Kabore (25.), Alexandros Kyziridis verzog in der 35. Minute um Zentimeter. Sturm forderte wiederum nach einem Wlodarczyk-Schuss in der 39. Minute Elfmeter, der Ball war Hearts-Kapitän Harry Milne, der sich in den Ball warf, an den Arm gesprungen. Schiedsrichter Gergo Bogar zeigte zunächst auf den Punkt, nahm diese Entscheidung nach Überprüfen der TV-Bilder aber wieder zurück.
Mit Beginn der zweiten Hälfte rollte die Grazer Torlawine los, kippte das Spiel endgültig. Erst netzte Mitchell bei einem Kiteishvili-Corner zum 2:0 (50.), dann landete Weinhandls abgefälschter Schuss im Tor (53.), ehe Heil nach einem Sololauf auf 4:0 stellte (59.). Zuvor traf Soglo die Stange (55.), Jatta ließ sich eine Minute später zu lange Zeit (56.). Hödl verpasste es dann, noch einmal nachzulegen (70.).