Bei einem Flugzeugabsturz in Namibia sind drei deutsche Touristen und der Pilot ums Leben gekommen. Das Kleinflugzeug war seit Sonntag vermisst worden. Am Montag in der Früh wurde das Wrack in der Wüstenregion Sossusvlei entdeckt. Der Chef der Fluggesellschaft Desert Air, Willem de Wet, bestätigte: "Leider gibt es keine Überlebenden."
Die Cessna 2021 war am Sonntag von einer privaten Landebahn nahe dem internationalen Flughafen Hosea Kutako gestartet und sollte zu einer Touristenlodge in der Wüste fliegen. Dort kam sie aber nie an.
Die beeindruckenden, ockerfarbenen Sanddünen von Sossusvlei ziehen viele Besucher an. Nach Angaben des Tourismusministeriums waren 2024 rund 110.000 Gäste aus Deutschland in Namibia. Damit stellen die Deutschen die größte Besuchergruppe.
Namibia war von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg als Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Während dieser Zeit verübten die Kolonialtruppen einen Völkermord an den Herero und Nama, bei dem zehntausende Menschen getötet wurden. 2021 hat Deutschland diesen Genozid offiziell anerkannt.