Der größte deutsche Flughafen hat ein neues Prunkstück: Mit einem Festakt wurde am Dienstag das Terminal 3 offiziell in Betrieb genommen. Rund vier Milliarden Euro hat der MDAX-Konzern Fraport in den Neubau im Süden des Airports investiert.
Ausgelegt ist das neue Terminal für etwa 19 Millionen Passagiere jährlich – könnte aber auf 25 Millionen ausgebaut werden. Das entspricht der Kapazität des viertgrößten deutschen Flughafens in Düsseldorf.
Wie NTV unter Berufung auf dpa berichtet, hat sich der Bau vor allem wegen der Corona-Pandemie verzögert. Beim Spatenstich vor gut zehn Jahren waren noch 2,5 bis 3 Milliarden Euro und eine Eröffnung im Jahr 2022 geplant gewesen.
"Wir gehen weiter davon aus, dass wir unser Jahresziel von 65 bis 66 Millionen Passagieren, rund vier Prozent mehr als 2025, erreichen", sagte Flughafen-Chef Stefan Schulte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Am Donnerstag (23. April) werden die ersten Maschinen im T3 erwartet – es handelt sich um Flugzeuge chinesischer Airlines. Trotz des Iran-Krieges hält Fraport an seiner Passagierprognose fest.
Der Flughafenverband ADV feiert den Neubau als Meilenstein. "Mit dem neuen Terminal 3 gewinnt der Wirtschaftsstandort Deutschland eine hochleistungsfähige Infrastruktur", erklärt Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.
Allerdings regte sich zur Eröffnung auch Protest in der Region – Anwohner kritisieren Lärm und Umweltbelastungen durch den weiteren Ausbau.