Turkish zieht ab

Linzer Flughafen muss neuen Rückschlag verkraften

Turkish Airlines zieht Ende März ihre Frachtflieger aus Linz-Hörsching ab - bis zu ein Viertel der Flüge fällt weg.
Oberösterreich Heute
03.03.2026, 15:38
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Der Linzer Flughafen steht vor der nächsten wirtschaftlichen Herausforderung. Wie der ORF OÖ berichtet, zieht die türkische Fluglinie Turkish Airlines ihre Frachtflugzeuge mit Ende März aus Hörsching ab. Damit entfallen bis zu vier wöchentliche Flüge - das entspricht rund einem Viertel des bisherigen Frachtaufkommens am Standort.

Für den Flughafen bedeutet das vor allem weniger Einnahmen aus Landeentgelten. Flughafensprecher Ingo Hagedorn betont jedoch, dass die finanziellen Einbußen zwar spürbar seien, aber keine dramatischen Auswirkungen hätten. Konkrete Zahlen zu den entgehenden Einnahmen wurden nicht genannt.

Das Frachtvolumen selbst soll allerdings in Linz bleiben. Die Waren werden weiterhin per Luftfracht nach Oberösterreich gebracht, vor Ort abgefertigt und für den Weitertransport vorbereitet. Statt direkt nach Istanbul zu fliegen, geht es künftig per Lastwagen zu anderen Drehkreuzen.

Bis Juni rollen die Lkw nach Wien, ab Juli nach Budapest. Dort setzt Turkish Airlines jene Maschinen ein, die aus Linz abgezogen werden. Von diesen Flughäfen aus wird die Fracht schließlich nach Istanbul weitergeflogen. Laut Flughafen ist dieses Verfahren keineswegs ungewöhnlich. Schon jetzt werden rund 70 Prozent der Linzer Luftfracht per Lkw zu anderen Airports gebracht, nur etwa 30 Prozent starten tatsächlich direkt in Hörsching.

Nun hofft man auf eine Rückkehr der Verbindung im Winterflugplan ab Ende Oktober. Bereits in der Vergangenheit hatte Turkish Airlines ihr Engagement pausiert und das Frachtgeschäft im April 2020 wieder aufgenommen.

Stabil bleibt die Partnerschaft mit DHL. Der Logistikkonzern fliegt weiterhin zwölfmal pro Woche von und nach Linz.

Wichtiges Standbein

Die Luftfracht bleibt dennoch ein wichtiges Standbein. 2025 wurden insgesamt 47.865 Tonnen umgeschlagen - ein Minus von 9,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Tatsächlich geflogen wurden 15.215 Tonnen, das sind 31,7 Prozent des gesamten Aufkommens. Ob die direkte Verbindung nach Istanbul im Winter zurückkehrt, wird entscheidend für die weitere Entwicklung des Standorts sein.

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