Die Ukraine hat in der Nacht auf Donnerstag massive Drohnenangriffe auf russisches Territorium geflogen.
In der Krim-Hauptstadt Simferopol kamen bei Treffern auf nicht bewohnte Gebäude drei Menschen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. Das teilte der örtliche Behördenleiter Sergej Aksjonow auf Telegram mit.
Ein viertes Todesopfer gab es bei einem Drohnenangriff auf einen Zug. Insgesamt fing die russische Armee laut Verteidigungsministerium in Moskau in dieser Nacht 272 ukrainische Drohnen ab und zerstörte sie.
Auch die russische Metropole St. Petersburg geriet unter Beschuss – und das ausgerechnet kurz vor dem Start des Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF), bei dem Präsident Wladimir Putin eine Rede halten will. Über der Stadt, Putins Heimatstadt, waren dichte Rauchwolken zu sehen.
Bei den Angriffen auf Energie- und Militäranlagen in St. Petersburg wurde laut Gouverneur Alexander Beglow niemand getötet. Der Flugverkehr am Flughafen Pulkowo wurde vorübergehend eingeschränkt.
Das St. Petersburg International Economic Forum dauert noch bis Samstag an. Rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern werden erwartet, darunter auch Unternehmer aus westlichen Staaten. Am Freitag will UN-Generalsekretär Antonio Guterres an einer Veranstaltung zu Umweltfragen teilnehmen.
Das Forum wird seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet und versteht sich als Plattform für den Dialog zwischen Geschäftskreisen aus Russland und der ganzen Welt.