Ausgerechnet vor dem Viertelfinal-Duell gegen Norwegen am Samstag in Miami herrscht im englischen Lager Alarmstimmung. Mittelfeldchef Declan Rice ist an einem Infekt erkrankt und wurde vorsorglich isoliert, um eine mögliche Ausbreitung innerhalb der Mannschaft zu verhindern.
Der 27-Jährige hatte bereits zuletzt mit Problemen an der hinteren Oberschenkelmuskulatur und im unteren Rücken zu kämpfen. Nun setzte ihn zusätzlich ein Infekt außer Gefecht. Rice verpasste bereits zwei Trainingseinheiten in Folge. Wie der englische Verband bestätigte, wurden sofort Maßnahmen ergriffen, um den Arsenal-Profi von der Mannschaft fernzuhalten. Innerhalb des Teams herrscht dennoch Zuversicht, dass sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet.
Doch nicht nur England kämpft mit gesundheitlichen Problemen. Auch beim Viertelfinal-Gegner Norwegen macht ein Infekt die Runde. Torhüter Orjan Nyland bestätigte entsprechende Berichte und sagte bei "Fox": "Ich kann bestätigen, dass das stimmt. Wir hatten unsere Probleme."
Weiter erklärte der Schlussmann: "Wir tun unser Bestes und unser Teamarzt hat im Moment sehr viel zu tun." Woher die Erkrankungen kommen, könne niemand genau sagen. "Wir hatten etwas Freizeit, vielleicht hat sich da jemand angesteckt. Hoffentlich sind am Samstag alle wieder fit."
Bereits zwei norwegische Nationalspieler mussten während des Turniers wegen Erkrankungen pausieren. Crystal-Palace-Stürmer Jørgen Strand Larsen verpasste das Auftaktspiel, Marcus Holmgren Pedersen fiel gegen Brasilien krankheitsbedingt aus.
Auch Teamchef Ståle Solbakken wirkte zuletzt angeschlagen. Nach der 1:4-Niederlage gegen Frankreich wurde der Norweger bei einer Pressekonferenz immer wieder von heftigen Hustenanfällen unterbrochen. "Eigentlich hatte nur Jørgen Fieber. Aber es gab bei mehreren Spielern Husten und Heiserkeit", erklärte Solbakken.
Als möglicher Grund gilt auch die enorme Reisestrapaze während der Weltmeisterschaft. Die Norweger pendelten seit Turnierbeginn quer durch Nordamerika zwischen Boston, New Jersey und Dallas – eine Belastung, die laut der norwegischen Zeitung "Dagbladet" ihre Spuren hinterlassen haben könnte.