Virus-Variante schickt nun Börsen weltweit auf Talfahrt

An den Börsen fallen die Kurse.  (Symbolbild)
An den Börsen fallen die Kurse.  (Symbolbild)
Bild: Reuters
An den Börsen fallen die Kurse. Grund ist der Ausbruch einer neuen Corona-Variante in Südafrika. Auch der ATI eröffnete am Freitag tiefrot.

Die Anleger haben Angst. Wegen der neu entdeckten Corona-Variante in Südafrika werfen sie ihre Aktien auf den Markt. Am Freitag eröffnen die Börsen daher mit deutlichen Abschlägen.

Der heimische Leitindesx ATX rutschte kurz nach Beginn der Sitzung schon um 3,9 Prozent ab. Noch deutlicher fällt mit einem Minus von über drei Prozent der deutsche DAX. Der britische Index FTSE und der EuroStoxx 50 fallen um rund zwei Prozent. Auch der deutsche Dax sowie EuroStoxx50 brachen so stark ein, wie zuletzt beim Börsencrash im März 2020.

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US-Börsen zeigen Verluste an

Die US-Börsen steuern ebenfalls vor Handelsstart auf ein klares Minus hin. Die Aktienfutures des Dow Jones büßen über zwei Prozent ein. Das ist ein Minus von rund 800 Punkten. Auch die Futures für den S&P 500 und den Nasdaq liegen im Minus. Die US-Börsen starten am Freitag in einen verkürzten Handel. Am Donnerstag hatten die US-Märkte wegen des Erntedankfests Thanksgiving geschlossen.

 Gold hingegen profitiert.

Aus Angst vor wirtschaftlichen Folgen wegen eines möglichen Ausbruchs der neuen Virus-Mutation flüchten die Anleger in sichere Werte. Der Kurs des Edelmetalls stieg darum um gut einen Prozent auf über 1800 Dollar pro Feinunze.

Flüge gestrichen

Am Donnerstag hatte das südafrikanische Genomforschungsinstitut NGS-SA erklärt, die neue Virusvariante habe zahlreiche Mutationen, was nahelege, dass sie leichter übertragbar sei. Großbritannien und Israel haben bereits Einreiseverbote für Menschen aus Südafrika und anderen Staaten der Region angekündigt. Auch Österreich reagiert am Freitag prompt.

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Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO wollten am Freitag zusammenkommen, um über die neue Variante zu beraten und ihr dann möglicherweise auch schon einen griechischen Namen geben, wie ihn etwa auch die dominierende Delta-Variante des Virus trägt.

Aus Sorge vor einer neuen Coronavirus-Variante in Südafrika will die EU-Kommission den Flugverkehr mit dem Land stoppen, wie die DPA schreibt. Damit solle eine Notbremse gezogen werden, sagte Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen am Freitag. Der Vorschlag erfolge in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten.

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