Motor

Völlig neue Autobahn-Vignette kommt – was sich ändert

Ab 2024 wird es eine völlig neue Autobahn-Vignette speziell für Gelegenheitsfahrer in Österreich geben. Zusätzlich werden die Preise neu gestaffelt. 

Roman Palman
Eine Jahres-Vignette 2023. Auch 2024 soll ihr Preis auf den Cent genau gleich bleiben.
Eine Jahres-Vignette 2023. Auch 2024 soll ihr Preis auf den Cent genau gleich bleiben.
Weingartner-Foto / picturedesk.com

Zehn Tage, zwei Monate oder ein ganzes Jahr – so lange sind die altbekannten Autobahn-Vignetten gültig, die seit 1997 in Österreich an die Windschutzscheiben geklebt werden bzw. inzwischen auch digital gelöst werden können. Diese drei Versionen werden nun ab 2024 um eine völlig neue, vierte Vignette erweitert. Das hat die Regierung am Mittwoch im Ministerrat im Rahmen einer Novelle des Bundesstraßenmautgesetzes auf Schiene gebracht.

"Im Sinne einer Erweiterung des Vignettenangebots für Gelegenheitsnutzer soll eine Eintagesvignette eingeführt werden", heißt es in einem Dokument des Kanzleramts. "Heute" berichtete:

Die zentralen Punkte des Entwurfs sagen klar, was geplant ist: Neben der Einführung einer neuen Eintagesvignette nach der EU-Wegekostenrichtlinie wird auch eine fixe Preisstaffelung für die unterschiedlichen Vignettentypen eingeführt. Gleichzeitig werden auch die Preise für das Jahr 2024 festgesetzt.

Preis vorerst eingefroren

Der Preis für die Jahres-Vignette wurde derweil eingefroren, auch 2024 soll sie 96,40 Euro kosten. Das wurde bereits vor einigen Wochen als weitere Entlastung bekanntgegeben.

Dadurch, dass die übrigen Preise sich aber nun über eine anteilsmäßige Staffelung vom Preis der Jahres-Vignette ableiten, kommt es zu einem kleinen Kuriosum: die 2-Monats-Vignette (30 Prozent des Jahrespreises) wird um 10 Cent billiger, da per Vorgabe des Schlüssels abgerundet wird. Die 10-Tages-Vignette (12 Prozent) wiederum verteuert sich dadurch von 9,90 auf 11,50 Euro.

8,60 Euro für einen Tag Autobahn

Die neue 1-Tages-Vignette (9 Prozent) kostet mit 8,60 Euro nur ein bisschen weniger. Alleine 2024 rechnet die Regierung mit einem Absatz von 5.573.000 Stück – das würde in Summe fast 48 Millionen Euro einbringen.

Eine Jahresvignette für Motorräder und Co. schlägt künftig immer mit 40 Prozent des (Voll)Preises für mehrspurige Kraftfahrzeuge zu Buche. Das sind für das kommende Jahr 38,50 Euro.

CO2-Preis verteuert Lkw-Maut empfindlich

Obwohl auch die Vignettenpreise der Lkw-Maut 2024 nicht an die Inflation angepasst werden, wird es dennoch teurer. Die Regierung preist nun auch die durch CO2-Emissionen des Schwerverkehrs entstehenden Kosten mit ein.

Diese CO2-Tangente in der Lkw-Maut soll über drei Jahre stufenweise angehoben werden. 2024 steigt die Maut deshalb für die meisten Laster um rund 7,4 Prozent. Ab 2025 sogar noch mehr, da da wieder die Inflation mit abgegolten werden soll. 

Mit Berücksichtigung der Inflationsprognosen durch die Österreichische Nationalbank OeNB wird die Erhöhung 2025 laut APA rund 12,1 Prozent betragen, 2026 dann etwa 8,4 Prozent.

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