Initiatoren legen nach

Volksbegehren gegen "Gender-Zwang" kommt ins Parlament

156.000 Unterschriften haben die Organisatoren des Anti-Gender-Volksbegehrens gesammelt. Damit kommt es bald ins Parlament. Jetzt legen sie noch nach.

Robert Zwickelsdorfer
Volksbegehren gegen "Gender-Zwang" kommt ins Parlament
Im Klimaministerium von Leonore Gewessler muss gegendert werden.
Sabine Hertel

Die Diskussion um das Gendern nimmt in Österreich kein Ende. Jetzt kommt ein neues Kapitel dazu: "Wir haben festgestellt, dass man zum Gendern an vielen Stellen gezwungen wird und das Nichtbefolgen dieser Regeln auch bestraft wird", sagt Stefan Grünberger, der Initiator des Anti-Gender-Volksbegehrens im Gespräch mit "Heute". Daher habe man ein neues "Genderzwang-verbieten"-Volksbegehren eingeleitet. Es kann ab Dienstag auf der Webseite des Innenministeriums unterzeichnet werden.

Schulen, Unis, Ämter

Konkret heißt es im Text des Volksbegehrens wörtlich: "Der Bundesverfassungsgesetzgeber möge beschließen, dass Genderleitlinien und Sprachregelungen in Schulen, FH-Unis, Universitäten und Ämtern nicht verpflichtend sind. Personen dürfen bei Nichtverwendung dieser Genderleitlinien und Sprachregeln keine Schlechterstellung in den genannten Körperschaften erfahren. Besonders darf es zu keinen schlechteren Noten und auch zu keinen Punkteabzügen bei diversen Arbeiten und Prüfungen kommen. Die Verwendung des generischen Maskulinums muss zulässig sein." Bei letzterem wird die männliche Form verallgemeinernd für alle Geschlechter verwendet.

Das Volksbegehren passe auch gut zu den "Zwangsaktivitäten" von Klimaministerin Leonore Gewessler, sagt Grünberger. Diese schreibt ja wie berichtet in einem 17-seitigen Leitfaden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums und der untergeordneten Behörden das Gendern vor. Grünberger: "Das perfide an der Sache ist, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung davon ausgeht, dass Änderungen in der Schreibweise auf natürlicher demokratischer Entwicklung beruhen. Erst nach Prüfung dieser Entwicklung der Schreibweisen wird er eine Empfehlung zum Thema Gedndern abgeben." Aktuell werde aber durch "Zwangsnormen" der Anschein erweckt, es komme zu einer natürlichen Änderung in den Schreibgewohnheiten. 

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    HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com

    "Betrug"

    Grünberger spricht in diesem Zusammenhang gar von "undemokratischen" und "politisch motivierten Zwangsnormen". "So wird eigentlich einem Betrug Vorschub geleistet."

    bob
    Akt.