Anti-Rauch-Volksbegehren löst sich in Rauch auf

Fast 900.000 Österreicher haben das Nichtraucherschutz-Volksbegehren "DON'T SMOKE" unterstützt. Trotzdem hat es der Nationalrat heute ad acta gelegt.
ÖVP und FPÖ haben am Mittwoch einen Antrag der Opposition, in dem ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie gefordert wurde, abgelehnt. Der Nationalrat sei weiterhin davon überzeugt, dass Raucherbereiche bleiben sollen.

FP-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein nahm zum Volksbegehren zwar nicht direkt Stellung gab aber zu verstehen, dass es ihr ein großes Anliegen sei, dass "Jugendliche nicht zu rauchen beginnen".

Hartinger-Klein hoffe, dass "durch die Diskussion viele gar nicht zum Rauchen beginnen". Zudem habe sie bereits viele "präventive Maßnahmen" ergriffen.

Kritik an Gesundheitsministerin

Die Opposition kann die Entscheidung nicht verstehen und übt scharfe Kritik an der Gesundheitsministerin. "So kann man als Gesundheitsministerin nicht agieren, wenn es um Menschenleben in Österreich geht", erklärte der neue SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher.

CommentCreated with Sketch.61 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Knapp 900.000 Österreicher hatten das Nichtraucherschutz-Volksbegehren "DON'T SMOKE" unterstützt und es sogar zu Platz sechs der meistunterschriebenen Volksbegehren in der Geschichte Österreichs geführt.

Österreich ist derzeit das Land mit den meisten Raucherinnen in Europa, auch bei den Männern belegt man hierzulande einen Top-Platz.

"Massive gesundheitliche Auswirkungen"

Die Abkehr vom Nichtrauchergesetz 2015 und vom generellen Rauchverbot in der Gastronomie werde daher laut Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres "auch weiterhin massive gesundheitliche Auswirkungen auf große Bereiche der Bevölkerung bringen". (wil)

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