Nachdem sich Ende des Jahres 2021 in Pillichsdorf der halbe Gemeinderat zurückgezogen hatte, musste am Sonntag neu gewählt werden. Die Ausgangslage war ungewöhnlich. Denn bei den Wahlen 2019 war die Volkspartei mit zwei Listen angetreten, die so gar nicht miteinander konnten oder wollten, so dass am Ende die eigentlich nur zweitplatzierte SPÖ mit Erich Trenker den Bürgermeister stellte.
Bei den Neuwahlen am Sonntag traten dann nur drei Listen an. Die SPÖ, die Grünen und die ÖVP (dieses Mal mit nur einer Liste). Sich nicht mehr selbst als Konkurrenz zu haben war für die Volkspartei schließlich der Schlüssel zum Erfolg, wenige Dutzend Stimmen machten den Unterschied aus. Es gab 44,9 Prozent, man landete somit knapp vor der SPÖ (43,8 Prozent).
Die Grünen kamen auf 11,31 Prozent, könnten das Zünglein an der Wage werden. Von den 19 Mandaten im Gemeinderat fallen jetzt nämlich neun auf die ÖVP, acht auf die SPÖ und zwei auf die Grünen. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,69 Prozent.
„Florian Faber hat sich mit voller Kraft dafür eingesetzt, dass die Volkspartei Pillichsdorf geeint in den Wahlkampf geht und wurde heute mit dem ersten Platz für seine Arbeit belohnt. Ich wünsche ihnen alles Gute für die Arbeit für ihre Heimat. Einmal mehr zeigt sich: Wir sind die Niederösterreich-Partei, weil keine andere Partei so fest verwurzelt ist in diesem Land. Keine andere Partei kann sich auf ein so enges Netz an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Funktionärinnen und Funktionäre in ganz Niederösterreich verlassen“, so VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner.
„Hinter uns liegt ein intensiver Wahlkampf – das Ergebnis zeigt: Die Pillichsdorferinnen und Pillichsdorfer wollen weg vom Streit und hin zu einem Miteinander. Ich möchte mich ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und insbesondere bei all jenen bedanken, die diesen Weg unterstützen. Meine Hand zur Zusammenarbeit für Pillichsdorf ist ausgestreckt“, unterstreicht Spitzenkandidat Florian Faber.
2019 wären die beiden ÖVP-Listen gemeinsam übrigens auf 51,95 Prozent gekommen. Die SPÖ hatte damals nur 23,75 Prozent, konnte sich also mit nun 43,8 Prozent enorm verbessern und könnte mit Hilfe der Grünen theoretisch auch weiterhin das Bürgermeister-Amt von Erich Trenker behalten.
Es war zudem die letzte Wahl in Niederösterreich bei dem auch Zweitwohnsitzer abstimmen durften. In Pillichsdorf durften 230 Menschen abstimmen, die mit 1. Juni ihr Wahlrecht in der Marktgemeinde verlieren werden.