Voll erwischt

Brenna tuats guat singt Hubert von Goisern. Die Falotten, die Lügner und den Teufel spuckt er an. Hilflosigkeit, sagt er in einem Interview, sei das Lebensgefühl unserer Zeit. Wahrscheinlich will er uns mit seinem Lied aufrütteln und aufwühlen. Aber wollen wir überhaupt aufgewühlt werden?

„Brenna tuats guat“ singt Hubert von Goisern. Die Falotten, die Lügner und den Teufel spuckt er an. Hilflosigkeit, sagt er in einem Interview, sei das Lebensgefühl unserer Zeit. Wahrscheinlich will er uns mit seinem Lied aufrütteln und aufwühlen. Aber wollen wir überhaupt aufgewühlt werden? Ist es nicht viel bequemer so wie es ist?
Wer denkt schon gern freiwillig über unfähige Politiker und die Krise nach. Hubert von Goisern hat uns nicht um Erlaubnis gefragt, ob er seinen Ohrwurm bei uns einpflanzen darf... und da hockt er jetzt. Ist nicht mehr wegzubringen.
Dass „Brenna tuats guat“ die Hitparade stürmen würde, hätten wir nie im Leben gedacht. Hubert von Goisern war doch in den neunziger Jahren der mit „Hiatamadl.“ Hatte er damals nicht Alpinkatzen? Beim neuen Lied sind die nicht dabei. Das ist irgendwie anders. „Jeder woass, dass das Geld nit auf der Wiesn wachst...“, singen wir laut mit, wenn es im Radio kommt, und füttern damit den Wurm in unserem Ohr.
Super Text eigentlich. Man muss nur richtig hinhören. Ja, Alpenrocker Hubert von Goisern hat uns voll erwischt. Wir können nichts dagegen tun: In uns brennt’s guat.

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