Österreicherin stürzt schwer

Vonn triumphiert bei ÖSV-Debakel in Zauchensee

Lindsey Vonn legte bei schwierigen Verhältnissen eine taktisch starke Fahrt hin, holte den Sieg. Die ÖSV-Läuferinnen enttäuschten beim Heimrennen.
Sport Heute
10.01.2026, 12:47
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Lindsey Vonn wählte eine andere Linie als die meisten Athletinnen, vor allem in der Panoramakurve – und das zahlte sich aus. Genau zehn Jahre nach ihrem letzten Abfahrt-Sieg in Zauchensee triumphierte die Ski-Queen erneut – und untermauerte damit ihre Ambitionen bei den Olympischen Spielen. Die Einzige, die der US-Amerikanerin nahe kam, war Kajsa Vickhoff Lie (+0,38) – die Norwegerin wurde Zweite. Jacqueline Wiles (+0,48) komplettierte das Podest.

Im Vorfeld des Rennens sorgten massive Schneemengen für Chaos. Das zweite Training musste abgesagt werden und auch am Tag des Bewerbs lag auf der Piste reichlich Neuschnee. Vorjahressiegerin Sofia Goggia übte deshalb scharfe Kritik an den Pistenverhältnissen. Schlussendlich wurde die Abfahrt ausgetragen, jedoch stark verkürzt. Die Fahrzeit betrug nur etwas mehr als eine Minute.

ÖSV-Star scheitern am Neuschnee

Für die ÖSV-Läuferinnen gab es beim Heimrennen ein Debakel. Obwohl grobe Fehler kaum zu sehen waren, lagen die Österreicherinnen weit zurück. Wie die meisten Athletinnen auch, scheiterten die heimischen Läuferinnen daran, die optimale Linie zu finden und den auf der Piste liegenden Neuschnee zu vermeiden. Cornelia Hütter verlor auf Siegerin Vonn bereits +1,01 Sekunden wurde als beste ÖSV-Fahrerin 20. Ariane Rädler (+1,20), Mirjam Puchner (+1,38), Christina Ager (+1,58) und Nina Ortlieb (+1,62) waren noch weiter abgeschlagen.

Rädler schilderte die Probleme aus ihrer Perspektive: "Es liegt doch noch ein bisschen Schnee auf der Piste. Gleich bei der ersten Kurve bin ich ein bisschen rausgekommen. Es geht darum, runterzukommen, ohne viel Schnee zu erwischen." Die enttäuschte Hütter: "Es war relativ langsam. Ich wollte dann eine andere Linie fahren und bisschen abkürzen. Ich habe dann aber richtig gemerkt, wie es mich ausgebremst hat."

Für eine Schrecksekunde sorgte Magdalena Egger. Die Österreicherin rutschte nach der zweiten Zwischenzeit weg und krachte in die Sicherheitsnetze. Die 24-Jährige knallte mit dem Gesicht in den Schnee, blutete aus der Nase und konnte nicht mehr auf die Ski steigen, um ins Tal zu fahren. Der Helikopter rückte aus und transportierte die Speed-Spezialistin ab. TV-Kameras zeigten wie sie aufgelöst und weinend im Schnee saß.

Schnee-Chaos vor Heimrennen

Massive Neuschneemengen verlangten den Veranstaltern in Zauchensee alles ab. Das zweite Training musste abgesagt werden, und auch die Abfahrt stand lange auf der Kippe. Wie ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger vor dem Rennen bekannt gab, arbeiteten rund 60 Helferinnen über Nacht an der Piste, um die Austragung zu ermöglichen. Sowohl der Musikverein als auch der Eisstockverein mussten mithelfen. Schlussendlich konnte das Rennen stattfinden, jedoch stark verkürzt. Der Start wurde nach unten verlegt, die Athlet:innen gingen vom zweiten Reservestart, der Gamskogelhütte, ins Rennen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.01.2026, 12:56, 10.01.2026, 12:47
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