Am Wiener Ballhausplatz ist es am Donnerstagabend laut geworden: Unter dem Motto "Der ORF gehört uns" haben sich seit 18:00 Uhr zahlreiche Menschen versammelt, um für einen unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu demonstrieren. Im Fokus stand die bevorstehende Wahl der neuen ORF-Generaldirektion im Juni.
Organisiert wurde die Kundgebung von der Initiative #aufstehn. Die Veranstalter sehen die anstehende Entscheidung über die ORF-Spitze als entscheidend für die Zukunft des Senders.
Die Forderung der Demonstranten ist klar: Die künftige ORF-Führung soll frei von parteipolitischem Einfluss sein. Nur so könne der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Glaubwürdigkeit behalten und in Zeiten von Falschinformationen seine Rolle erfüllen, hieß es. "Der ORF gehört uns allen. Schließlich finanzieren wir ihn mit der Haushaltsabgabe", schreiben die Organisatoren.
Dringend brauche es unabhängige Kandidatinnen und Kandidaten sowie öffentliche Hearings mit Platz für Fragen, statt einer Wahl hinter verschlossenen Türen.
Online wurde bereits eine Petition von #aufstehn gestartet. Mehr als 17.000 Menschen haben bereits unterzeichnet. Es wird klargemacht: "Viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Wenn sich jetzt viele Menschen unserer Forderung anschließen, zeigen wir dem Stiftungsrat, dass es großes öffentliches Interesse an der kommenden Wahl gibt."