Neustart in Nottingham

Vor Mega-Transfer – das sind Glasners größte Baustellen

Oliver Glasner hat bei Nottingham erst wenige Tage hinter sich. Bis zum Premier-League-Start wartet auf den Österreicher jede Menge Arbeit.
Sport Heute
16.07.2026, 20:07
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Oliver Glasner ist erst seit drei Tagen Trainer von Nottingham Forest, doch die To-do-Liste ist bereits lang. Bis zum Ligaauftakt gegen Leeds am 22. August bleiben dem Oberösterreicher nur fünf Wochen, um seinem neuen Team eine klare Handschrift zu verpassen.

Eine der wichtigsten Fragen betrifft das Spielsystem. Mit Crystal Palace feierte Glasner große Erfolge im 3-4-2-1, bei seiner Präsentation ließ er aber offen, ob Forest künftig mit Dreier- oder Viererkette auflaufen wird. Klar ist nur: Er will aus seinem neuen Klub keinesfalls ein "Crystal Palace 2.0" machen.

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Auch personell gibt es einige Baustellen. Im offensiven Mittelfeld soll Kapitän Morgan Gibbs-White eine Schlüsselrolle übernehmen, sofern er den Klub nicht noch verlässt. Dazu sucht Forest Verstärkungen, unter anderem gilt Tottenham-Talent Lucas Bergvall als Wunschspieler. Aktuell ist von einer möglichen Ablösesumme von mehr als 50 Millionen Euro die Rede.

Glasner traut außerdem James McAtee den Durchbruch zu, obwohl dieser zuletzt kaum überzeugen konnte.

Im Zentrum muss Forest den Abgang von Elliot Anderson auffangen. Dabei könnte ausgerechnet ein Österreicher helfen: Xaver Schlager steht nach seinem Abschied von RB Leipzig unmittelbar vor einem Wechsel nach Nottingham und könnte künftig gemeinsam mit Ibrahim Sangare das Mittelfeld bilden.

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Besonders dringend sucht Forest aber einen neuen Rechtsverteidiger und einen Stürmer. Rechts fehlt eine verlässliche Alternative zum verletzungsanfälligen Ola Aina, im Angriff wird der bald 35-jährige Chris Wood nicht jünger. Der Klub soll bereit sein, in beiden Bereichen kräftig zu investieren.

Bei seiner Vorstellung machte Glasner zudem klar, dass er lieber nach vorne als zurückblickt. Statt ständig auf die glorreiche Vergangenheit mit den Europacup-Titeln 1979 und 1980 zu verweisen, fordert er, dass Forest endlich den nächsten Entwicklungsschritt macht. "Geschichte gewinnt keine Spiele in der Zukunft", lautete seine klare Botschaft.

Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Klubbesitzer Evangelos Marinakis träumt von regelmäßigen Europacup-Plätzen und gilt als einer der ambitioniertesten Eigentümer der Premier League. Glasner sieht darin kein Problem. Im Gegenteil: Er betonte, dass beide ein ähnlich großes Erfolgsdenken verbindet – jetzt muss der Österreicher diesen Anspruch möglichst schnell auf den Platz bringen.

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