Vorarlberg hat nur noch 14 Intensivbetten frei

Die Situation in den Spitälern ist weiter angespannt (Symbolbild).
Die Situation in den Spitälern ist weiter angespannt (Symbolbild).picturedesk.com
Die Corona-Lage spitzt sich zu. In Vorarlberg stehen für alle Patientengruppen nur noch 14 intensiv-medizinisch betreuten Betten zur Verfügung.

Die Corona-Zahlen steigen in Österreich weiterhin dramatisch an. Gesundheitsexperten machen sich ernsthafte Sorgen. 

Das Gesundheitssystem, speziell die Intensivmedizin, sei jederzeit zu 85 bis 90 Prozent belegt, unabhängig von der Pandemie, erklärte Klaus Markstaller, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anaesthesiologie bei einer Pressekonferenz. Wenn man mehr Betten brauche, etwa durch einen Großunfall oder eine Grippe, "dann ist das in diesem Gesundheitssystem perfekt abgedeckt".

"Wenn mehr als ein Drittel der Betten gebraucht wird, beginnt Triage"

Zehn Prozent der Bettenkapazitäten könten ohne Probleme umgeschichtet werden, aber: "In einer Situation wie durch die Pandemie waren wir aber noch nie", so der Mediziner. "Wenn aber mehr als ein Drittel Betten gebraucht wird, dann beginnt etwas, was Triage genannt wird. Eine Auswahl nach Patienten, die nach Einschätzung die besten Genesungsaussichten haben", so der Experte, dem Rest drohe, nicht mehr behandelt werden zu können.

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Und in einigen Bundesländern wird es schon sehr knapp mit den Ressourcen. In Vorarlberg stehen nach Angaben der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft (KHBG)mit Stand vom Samstag, 10:40 Uhrivon den insgesamt 63 intensiv-medizinisch betreuten Betten für alle Patientengruppen noch 14 zur Verfügung.

117 Krankenhaus-Mitarbeiter positiv getestet

Am Freitag wurden 23 Covid-19-Erkrankte in den Spitälern aufgenommen. In Summe werden damit 184 Corona-Patienten stationär betreut, 282 der 432 Normalbetten sind für die Behandlung von Covid-19-Patienten noch verfügbar.

34 Covid-19-Patienten müssen allerdings auf der Intensivstation behandelt werden. Insgesamt sind noch 14 Intensivbetten frei, das sind um drei weniger als am Freitag. Weiters wurden 117 Krankenhaus-Mitarbeiter positiv getestet.

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