Vorbesitzerin: Habe Leo nicht aus Geldnot hergegeben

Besitzerin Jana S. (25) stellt richtig: "Es ging nie darum, dass wir uns Leo nicht mehr leisten konnten."
Besitzerin Jana S. (25) stellt richtig: "Es ging nie darum, dass wir uns Leo nicht mehr leisten konnten."Privat
Weil sie sich das Futter nicht mehr leisten konnten, soll eine Familie ihren Hund im Pfandhaus abgegeben haben. Dagegen wehrt sich die Vorbesitzerin.

Das Geschäft bei den Pfandleihern boomt. Aufgrund der Corona-Pandemie werden sogar Hunde verpfändet. So fand auch Chiuahua "Leo" den Weg in die Linzer Pfandbörse (wir berichteten). Besitzer Gerhard Bleiweis (54) kaufte den Hund, sagt: "Die Famile konnte sich den Hund nicht mehr leisten und brachte ihn deshalb zu mir." Auch die Kosten für das Futter sollen zu teuer gewesen sein.

"Heute" sprach nun mit Vorbesitzerin Jana S. (25). Diese zeigt sich nun ob der Aussagen des Pfandleihers irritiert. Sie meint: "Es ging nie darum, dass wir uns den Hund nicht mehr leisten können. Ich war schwanger und mir mussten deshalb in eine größere Wohnung umziehen. Wir konnten aber leider keine finden, in der wir einen Hund halten dürfen."

500 Euro geboten

Die 25-Jährige sagt zudem, dass der Pfandleiher schon Anfang des Jahres den Hund kaufen wollte. "Mein Lebensgefährte war schon öfter im Pfandhaus. Dort hat uns Herr Bleiweis 500 Euro für den Hund geboten. Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht die Rede von einem Wohnungswechsel", so die zweifache Mutter zu "Heute".

Als die Wohnungsnot immer größer wurde, entschieden sie sich dann doch auf das Angebot des Pfandleihers zurückzukommen. Im Pfandhaus selbst hätte die junge Familie "Leo" dann an einen Kollegen des Geschäftsinhabers um 400 Euro verkauft. 

Doch nur wenige Tage danach sei der Hund dann plötzlich im Besitz von Herrn Bleiweis gewesen. "Das konnte ich nicht nachvollziehen. Wir haben eigentlich mit dem Käufer vertraglich festgelegt, sollte er ihn nicht mehr wollen, geht Leo zurück an mich", so die frühere Besitzerin.

Bleiweis selbst kann die Aufregung nicht verstehen. Er sagt: "Die beiden sind eigentlich Stammkunden bei mir. Ich weiß nicht, warum sie so etwas jetzt behaupten." 

Und eines steht für den 54-Jährigen fest: "Leo bleibt bei mir. Er gehört zur Familie, ist mir längst ans Herz gewachsen. Ich habe auch mit meinem Anwalt gesprochen, ich bin rechtlich total abegsichert."

Leo dürfte der Streit egal sein. Er genießt sein Hundeleben mit den beiden anderen Chiuahuas im Hause des Pfandleihers.

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