Am Samstag beginnen endlich die Ferien! Ein paar schöne Tage daheim wären fein … Aber lassen wir die schlechten Witze lieber. Jeder von uns hatte Ostern wohl anders geplant. Viele, die nun zu der halben Million arbeitsloser Österreicher zählen, wären weiter Geld verdienen gegangen, so wie immer. Andere wären auf Urlaub gefahren, etwa nach Italien, unserem Sehnsuchtsort, bei dem es uns nun täglich die Tränen rausdrückt, wenn wir die Nachrichten sehen. Wir wünschten uns ein bisschen mehr Zeit mit der Familie, von der wir nun gelegentlich sogar ein Päuschen vertragen würden – oder die wir schon so vermissen, dass es wehtut.
Für Eltern und Kinder haben die Osterferien jedoch etwas wirklich Gutes: Kein Homeschooling mehr! Liebe Lehrer und -innen, wir wissen eines nämlich jetzt ganz fix: Ihr seid bewundernswert, aber wir möchten nicht mit euch tauschen. Wir bemühen uns natürlich, unsere Kinder zu unterstützen, so gut es geht – neben der Arbeit, den Sorgen und den eigenen Erinnerungen an die Schulzeit, die wir gerne verdrängt haben. Wenn es sein muss, machen wir das jetzt noch ein paar Wochen so, aber Spaß ist das wirklich keiner. Mein Sohn ist jedenfalls auch schon hocherfreut über die bevorstehende "Schulpause". Er zählt die Tage, bis der Osterhase kommt. Und freut sich auf viel Schokolade und ein kleines Geschenk, das es nun in aller Heimlichkeit zu besorgen gilt. Ein Stück Normalität in dieser Zeit.