In 5 Bundesländern 0 (!) Corona-Intensivbetten belegt

Covid-19-Patienten benötigen auf der Intensivstation eine engmaschige Betreuung.
Covid-19-Patienten benötigen auf der Intensivstation eine engmaschige Betreuung.Getty Images (Symbol)
Zuletzt wurden Corona-Verschärfungen diskutiert und verhängt. Doch wie gerechtfertigt sind die Maßnahmen? Das Gesundheitssystem steht stabil da.

Wien geht mit der Maskenpflicht in Shops einen Sonderweg, in Clubs darf man nur noch mit Impfung oder negativem PCR-Test, schließlich bereitet die zu über 90 Prozent verbreitete Delta-Variante aktuell Sorgen. Doch während die Infektionszahlen zuletzt deutlich in die Höhe schossen (über 450 zusätzliche Positiv-Befunde alleine am Donnerstag), ist die Situation in den Krankenhäusern so gut wie schon lange nicht. Das ist ein gutes Zeichen, schließlich sind freiheitsbeschränkende Maßnahmen in Österrreich nur dann denkbar, wenn das Gesundheitssystem zusammenzubrechen droht. Davon ist man derzeit meilenweit entfernt.

26 von 828 Intensiv-Betten belegt

Wie "Heute" am Donnerstag in Erfahrung bringen konnte, meldeten gleich fünf Bundesländer dem Krisenstab überhaupt keine Belegung mehr. Österreichweit werden derzeit 26 für Covid-19 reservierte Intensivbetten (davon gibt es maximal 828) von Patienten in Anspruch genommen. Das sind fünf weniger als noch gestern. Sie verteilen sich wie folgt auf die neun Länder:

➤ Burgenland: 0
➤ Kärnten: 0
➤ Niederösterreich: 4
➤ Oberösterreich: 2
➤ Salzburg: 0
➤ Steiermark: 2
➤ Tirol: 0
➤ Vorarlberg: 0
➤ Wien: 18

Prognose: 680 Neuinfektionen

Auch die Zahl der hospitalisierten Menschen liegt konstant bei 76 und bringt das Gesundheitssystem aktuell nicht an seine Kapazitätsgrenze. Die Corona-Kommission rechnet in der kommenden Woche mit einem Anstieg auf 67 Patienten auf einer ICU und 680 täglichen Neuinfektionen in einer Woche. Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein werden daher nicht müde, auch die Jüngsten zur Impfung zu bewegen: "Bitte lasst euch impfen! Bei der Ausbreitung der Delta-Variante seid ihr die am meisten betroffene Altersgruppe. Die Impfung schützt gegen die Delta-Variante."

"Impfen, impfen, impfen"

Beide Politiker bekräftigen, die einzige Lösung im Kampf gegen die Pandemie laute: "Impfen, impfen, impfen!" Aktuell haben in Österreich 5,1 Millionen Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten, 4,1 Millionen gelten als vollimmunisiert. Die niedrigste Impfquote und die höchsten Ansteckungszahlen gibt es derzeit bei den 18- bis 35-Jährigen.

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