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Vorsicht vor dieser dreisten Betrugswelle auf Amazon

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:24

Die österreichische Kriminalpolizei warnt Internetnutzer vor einer breit angelegten Betrugswelle. Kriminelle nützen dazu das Online-Versandhaus Amazon, aber auch den Ferienwohnungsvermittler Airbnb. Eine Bande aus Rumänien wurde bereits ausgeforscht, die bei 53 Österreichern einen Schaden von mehr als 25.000 Euro anrichteten. Weltweit gibt es bisher 372 Geschädigte und einen Schaden von mehr als 200.000 Euro.

Die österreichische Kriminalpolizei warnt Internetnutzer vor einer breit angelegten Betrugswelle. Kriminelle nützen dazu das Online-Versandhaus , aber auch den Ferienwohnungsvermittler Airbnb. Eine Bande aus Rumänien wurde bereits ausgeforscht, die bei 53 Österreichern einen Schaden von mehr als 25.000 Euro anrichteten. Weltweit gibt es bisher 372 Geschädigte und einen Schaden von mehr als 200.000 Euro.

Bei den Betrügereien eröffnen unbekannte Täter E-Mailadressen mit falschen Namen und Kontaktdaten und melden sich damit als Verkäufer bei dem Internetanbieter Amazon an. Dabei bieten die Unbekannten neben den offiziellen Angeboten von Amazon als alternativer Shop-Anbieter verschiedenste Artikel wie Handys, Fernseher, Waschmaschinen und andere Geräte zu einem sehr günstigen Preis an.

Bei den Angeboten weisen die Täter bei Kaufwunsch ausdrücklich auf eine Kontaktaufnahme über die auf der Amazon-Seite angeführte Mailadresse hin. Der Kunde soll somit die Amazon-Webseite verlassen und via Mail direkt den Kaufwunsch bei dem vermeintlichen Anbieter äußern. Durch diesen Vorgang wird der Kauf nicht mehr über Amazon abgewickelt, da man die Plattform verlässt.

Antwortschreiben kommt per Mail

Die Unbekannten antworten den Kunden per Mail auf den Kaufwunsch und fordern die Bekanntgabe des Namen, der Adresse und der Telefonnummer. In einem weiteren Mail werden die Kontodaten des vermeintlichen Verkäufers mittels einer fingierten Amazon-Bestellbestätigung, die vom Aussehen wie ein offizielles Amazon-E-Mail gestaltet ist, übermittelt.

Die Opfer überweisen das Geld im guten Glauben, dass der Kauf über Amazon stattfindet, auf einen Kontoinhaber lautend auf "Amazon Service Europe". Hinter diesen, mit falschen Namen bezeichneten Konten, stehen tatsächlich die Konten der Geldwäscher. Die bestellten Waren werden nie geliefert, das Bargeld wird von den Geldwäschern abgehoben und an unbekannte Hintermänner übermittelt.

Selbe Vorgehensweise bei Wohnungsanbieter

Die unbekannten Täter weiteten ihre Betrugshandlungen auf die Webseite Airbnb aus. Dabei fälschten die Unbekannten Buchungsbestätigungen einer Ferienwohnung oder Wohnung und übermittelten den Kunden die Bestätigungen. Die Täter forderten die Überweisung einer Anzahlung auf ein Konto mit dem Wortlaut "Airbnb Service Europe". Dieses Konto gehört nicht zu Airbnb.

Durch die Straftaten machte die Bande Beute in der Höhe von über 200.000 Euro. In Österreich liegt der Schaden bei 25.000 Euro. Die Beamten forschten alleine in Salzburg zwölf Rumänen im Alter von 19 bis 38 Jahren aus, die Geldwäsche in organisierter Form betrieben. Die Rumänen meldeten hierfür zum Schein einen Wohnsitz in Salzburg an. Mit den Meldezetteln eröffneten die Männer Konten bei fünf Banken in Salzburg, hoben dort das eingelangte Geld ab und leiteten dieses an unbekannte Hintermänner weiter.

Festnahmen in Wels und Rumänien

Durch die Ermittlungen der Kripo konnten weltweit 372 Geschädigte ermittelt werden. Davon befinden sich 53 Opfer in Österreich, die alle ermittelt wurden. Einen der Geldwäscher, einen 32-Jährigen, nahmen Beamte in Wels fest. Polizisten aus Rumänien nahmen fünf der Männer in ihrem Heimatland fest. Gegen sechs weitere Rumänen wurde seitens der Staatsanwaltschaft Salzburg ein europäischer Haftbefehl erlassen.

Die Polizei ruft bei Bestellungen im Internet zur Achtsamkeit auf. Gehen Sie, speziell in solch ähnlichen Fällen, nicht auf die Mails von Unbekannten ein. Lassen Sie sich via Mail oder sonstiger Kommunikation nicht dazu verleiten, Transaktionen außerhalb der jeweiligen Plattformen abzuschließen. Die Mailnamen sind meist nicht existierende Personendaten. In den Fällen von Amazon handelte es sich um Artikel, die auffällig unter dem Preis angeboten wurden. Bei Angeboten, die wesentlich unter dem gängigen Marktwert liegen, ist immer Vorsicht angebracht.

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