Schwere Geschütze werden in Deutschland gegen die türkis-blaue Regierung aufgefahren: Österreich unterlaufe die EU-Sanktionen gegen Kremlchef Wladimir Putin. Die "Bild"-Zeitung meldete am Freitag, dass das Verkehrsministerium von Norbert Hofer (FPÖ) die Rebellen auf der Krim berate – „gegen alle Sanktionen und Vereinbarungen".
Auftrag aus Wien?
Der Österreicher Alexander Petritz sei ein „Gesandter des Infrastrukturministeriums Österreichs" , schreibt "Bild". Petritz habe auf Krim gegenüber der deutschen Zeitung erklärt: „Ich bin hier, um die Regierung der Krim zu beraten". Er arbeite für das Ministerium in Wien. „Von dort haben wir den Auftrag", soll Petritz ausdrücklich bestätigt haben.
Das AIT dementiert
Petritz habe gegenüber „Bild" weiters erklärt, dass er einer der „Chefs" des renommierten „Austrian Institute of Technology" (AIT) sei. „Das stimmt überhaupt nicht", erklärte AIT-Sprecher Michael Hlava gegenüber „Heute". Petritsch sei im Jahr 2017 für drei Monate freier Dienstnehmer beim AIT gewesen. Seither gebe es keine geschäftlichen Kontakte mehr. Die AIT prüft rechtliche Schritte, sollte sich Petritz tatsächlich als AIT-Chef ausgegeben haben.
Tatsächlich ist Petritsch laut FirmenABC der Geschäftsführer und einzige Gesellschafter der „Petritz Development GmbH", einem Unternehmen mit Sitz in der schönen Wiener Leopoldstadt. Unter gleicher Adresse logieren dort auch noch das „ISD Institute for Structured Development GmbH" und die „Vidasus Development GmbH", deren jeweils einziger Gesellschafter ebenfalls Alexander Petritz ist.
Minister Hofer dementiert
Auch Minister Norbert Hofer rückte aus und dementiert den Medienbericht. „Sämtliche von Herrn Petritz gegenüber den Journalisten der Bild-Zeitung getätigte Aussagen sind falsch und werden von mir und den Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung entschieden zurückgewiesen. Wir prüfen die Einleitung rechtlicher Schritte gegen Herrn Petritz."
Petritz selbst war weder am Handy noch in einer seiner Firmen zu erreichen.
(GP)