Niederösterreich

VP wittert Gestank wegen Müll aus Italien in St. Pölten

Seitdem die Stadt St. Pölten ihre Mülldeponie an die Privatwirtschaft verkaufte, sorgt Müll aus Italien für Probleme. Auch eine Resolution half nicht.
13.12.2020, 11:58

Im Herbst 2018 hat die Stadt St. Pölten die Deponie und die Müllbehandlungsanlage „Am Ziegelofen“ an einen privaten Betreiber verkauft. Seither hat die Stadt ein Problem: Italienischen Müll aus Neapel, der via Zug und LKW durch's Land gekarrt und schließlich in St. Pölten verarbeitet wird, weil die Italiener mit ihren Müllmassen selbst nicht mehr zurecht kommen - "Heute" berichtete.

Für den privaten Betreiber dürfte das Geschäft durchaus lukrativ sein. Denn trotz Gegenwind und einer Resolution des Gemeinderats läuft das Geschäft immer noch, wie die St. Pöltner Volkspartei kritisiert. Die LKW aus mit dem Müll aus Italien sollen nicht nur Gestank in die Landeshauptstadt bringen, sondern laut Volkspartei auch für Stau auf der B1 sorgen.

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Gestank über Siedlungen

"Auch jene Müll-Berge, die mit dem Zug kommen, müssen aber noch ihren letzten Weg per LKW antreten. Noch schlimmer als die verstopften Straßen sind die Folgen der Müllbehandlung. Über der Siedlung am Hafinger Weg und Teilen des Eisberges liegen zeitweise Geruchswolken, die stark beißend sind“, berichtet Vize-Bürgermeister Matthias Adl.

Wenig überraschend: Türkis nimmt Rot in die Pflicht. „Die SPÖ hat einen Verkauf ohne Nachteile für die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner versprochen. Fakt ist, dass nur ein Jahr später die Lieferung von 7.000 Tonnen Hausmüll aus Italien bekannt wurde. Heute haben wir mit Problemen zu kämpfen, denen sich die SPÖ nun stellen muss. Resolutionen im Gemeinderat, wie sie gegen den Italo-Müll gefasst wurden, sind keine Problemlöser, wie man heute sieht. Es braucht hier mehr Einsatz der Stadtregierung“, fordert Adl.