Umstrukturierungen

VPNÖ-Dinhobl: "Notfallversorgung in NÖ gesichert"

Klar sei laut VPNÖ-Gesundheitssprecher Franz Dinhobl auch: "Die Rettungskette der Zukunft besteht nicht nur aus einem Punkt auf der Landkarte."
Niederösterreich Heute
09.09.2026, 15:32
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"Die Rettungskette der Zukunft besteht nicht nur aus einem Punkt auf der Landkarte. Sie besteht aus schnellem Notruf, richtiger Einschätzung, gut ausgebildeten Einsatzkräften, moderner Telemedizin und dem Transport in genau jene Klinik, die für den jeweiligen Notfall die beste Versorgung bietet", betont VPNÖ-Gesundheitssprecher und Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl bei der heute stattgefundenen Pressekonferenz in St. Pölten in Hinblick auf die im Gesundheitsplan 2040+ geplanten Umstrukturierungen im Rettungswesen.

Der ärztliche Direktor des LK Scheibbs, Prim. Dr. Alexander Egger, ist selbst als ausübender Notarzt bei der ÖAMTC Flugrettung und beim Roten Kreuz im Einsatz, darüber hinaus engagiert er sich bei der Bergrettung.

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"Hochkomplexe Disziplin"

Bei der heutigen Pressekonferenz teilt er seine Erfahrungen: "Die Notfallmedizin hat sich zu einer hochkomplexen Disziplin entwickelt – diese Kompetenzen erlangt man nicht durch einen Kursabschluss, sondern durch langjährige klinische Tätigkeit. Gerade bei seltenen, aber hochkomplexen Einsätzen braucht es den bestausgebildeten Notarzt, eine optimale Behandlung vor Ort und den schnellstmöglichen Transport ins richtige Zielklinikum."

Und weiter: "Es würde sich auch niemand von einem Chirurgen den Blinddarm entfernen lassen, wenn eben jener Chirurg diesen Eingriff nur einmal im Jahr durchführt - diesen Umstand, der seltenen Ereignissen haben wir jedoch aktuell im Notarztwesen in NÖ. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung kommt es schlussendlich überall im Gesundheitswesen zur Bündelung von Leistungen – und so begründet sich auch eine Reduktion der Notarztstützpunkte."

Dabei gelte ein entscheidender Grundsatz: Bestehende Strukturen werden erst verändert, wenn entsprechender Ersatz bereitsteht. Mit höher ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, dem Ausbau der Acute-Community-Nurse-Standorte und des Telenotarztes sowie einem Ausbau samt Verbesserung der Flugrettung werde das Rettungswesen der Zukunft noch engmaschiger und zielgerichteter aufgestellt, als es heute ist – das sehen auch die Rettungsorganisationen so: "Die Präsidenten von Rotem Kreuz und Samariterbund sowie der Geschäftsführer von Notruf NÖ haben im Gesundheitsausschuss bestätigt, dass die neue Struktur umsetzbar ist und bis spätestens 1. April 2027 bereitstehen kann. Damit ist die Notfallversorgung in Niederösterreich langfristig flächendeckend gesichert", stellt Dinhobl klar.

"Anhaltende Verunsicherung" durch SPÖ

Auf die "anhaltende Verunsicherung" durch SPÖ-Landesparteivorsitzenden Sven Hergovich reagierte Dinhobl mit klaren Worten: "Wer dutzenden Fachleuten misstraut und bewusst Angst schürt, arbeitet nicht für, sondern gegen die Bevölkerung. Gerade beim Thema Gesundheit braucht es keine Panikmache, sondern Verantwortung."

Und weiter: "Alles andere als verantwortungsvoll ist es aber, wenn Hergovich beim Gesundheitsausschuss einen sogenannten Experten zu Wort kommen lässt, der mehr durch das frühzeitige Verlassen des Ausschusses auffällt als durch konstruktive Antworten. Zu allem Überfluss wurde der Hergovich-Experte für einige Wortmeldungen sogar von der Ausschussvorsitzenden Scheele zurechtgewiesen, bei der ich mich im Übrigen für die konstruktive Sitzungsführung bedanken möchte. Verunsicherungslandesrat Hergovich ist daher dringend aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und seine parteitaktischen Spielchen auf Kosten der Gesundheit der niederösterreichischen Landsleute einzustellen."

red,09.09.2026, 15:32
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