Die neuen PISA-Ergebnisse zeigen: Bei den Naturwissenschaften konnten sich österreichische Schüler verbessern. Österreich kommt auf 497 Punkte und liegt damit über dem OECD-Schnitt von 482 sowie dem EU-Schnitt von 476 Punkten.
Weniger erfreulich sieht es beim Lesen und in Mathematik aus. Die Lesekompetenz sank auf 467 Punkte, bleibt damit aber weiterhin über dem OECD-Wert von 461 und dem EU-Schnitt von 451 Punkten. In Mathematik erreicht Österreich 477 Punkte. Der OECD-Schnitt liegt bei 463, jener der EU bei 460 Punkten.
Auch beim computergestützten Problemlösen liegt Österreich vorne: 509 Punkte stehen 500 im OECD- und 492 im EU-Schnitt gegenüber.
Für Niederösterreichs NEOS-Chefin Indra Collini ist damit klar, dass bei den Grundkompetenzen weiter angesetzt werden muss. Sie fordert vor allem mehr Zeit für die Förderung von Kindern.
"Deshalb ist die 6-jährige Volksschule der nächste logische Reformschritt", sagt Collini. NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr sieht sie dabei auf dem richtigen Weg. Niederösterreich solle dessen Reformkurs unterstützen und nicht ausbremsen.
Wiederkehr selbst sieht in den Ergebnissen ebenfalls einen klaren Auftrag. "Gutes Lesen, Schreiben und Rechnen sind nicht verhandelbar", betont der Bildungsminister. Besonders die Entwicklung beim Lesen und in Mathematik bezeichnet er als beunruhigend.
In Niederösterreich verweist Collini auf mehrere Änderungen, die mit dem neuen Schuljahr greifen. Laut NEOS erhalten 27 Schulen zusätzliche Mittel aus dem Chancenbonus. Rund 70 Schulen nutzen neue schulautonome Modelle zur Deutschförderung. Dazu kommen elf neue Stellen in der Schulpsychologie.
Auch das Handyverbot an Schulen soll für mehr Konzentration und weniger digitalen Druck sorgen. Weitere Maßnahmen sind unter anderem die verpflichtende Begleitung nach Suspendierungen und das Kopftuchverbot. "Das sind keine Schlagworte, sondern konkrete Verbesserungen, die in unseren Schulen ankommen", so Collini.