Eigentlich suchte die Polizei "nur" nach drei Männern, die einen Baumarkt um mehrere Hundert Euro gebracht haben sollen. Doch als die Verdächtigen schließlich auf der A22 gestoppt wurden, nahm der Fall eine völlig neue Wendung.
Im Wagen fanden die Beamten laut "Krone" fremde Ausweise und Kreditkarten. Dazu kamen eine verbotene Stahlrute und NS-Devotionalien. Einer der Männer soll zudem mit nacktem Oberkörper im Auto gesessen sein und ein einschlägiges Tattoo getragen haben.
Auslöser für die Fahndung war allerdings ein deutlich banalerer Vorfall in Krems. Dort sollen die drei slowakischen Staatsbürger in einem Baumarkt das Preispickerl auf einem Poolroboter manipuliert haben.
Das Gerät kostete rund 500 Euro. Durch den Austausch des Pickerls soll der Preis plötzlich auf knapp 100 Euro gefallen sein. An der Kassa fiel der Trick zunächst offenbar nicht auf, die slowakischen Männer (43, 56) konnten den Markt mit dem Poolroboter verlassen.
Erst später schöpften Mitarbeiter Verdacht. Aufzeichnungen der Überwachungskameras lieferten schließlich entscheidende Hinweise. Darauf waren laut "Krone" nicht nur die Verdächtigen, sondern auch das Kennzeichen ihres Autos zu erkennen.
Über den Polizeinotruf wurde kurze Zeit nach der Tat die Anzeige erstattet, dass drei unbekannte Täter mit einem Pkw in Richtung Wien geflüchtet seien.
Die Polizei leitete eine Fahndung ein und stoppte das Fahrzeug schließlich bei Stockerau. Für einen der Männer war die Kontrolle besonders heikel: Gegen ihn soll bereits ein Aufenthaltsverbot bestanden haben.
Die drei Verdächtigen waren in Österreich bisher unbescholten. Nach Abschluss der Ermittlungen wurden sie laut "Krone" wegen Betrugs und weiterer Delikte auf freiem Fuß angezeigt.
Alle drei Beschuldigten werden der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau angezeigt.
Der Poolroboter konnte der geschädigten Firma wieder zurückgebracht werden.