Rund 1,14 Millionen Kinder und Jugendliche besuchten im Schuljahr 2024/25 eine Schule in Österreich. Bei mehr als einem Viertel von ihnen war Deutsch nicht die Umgangssprache. Insgesamt lag der Anteil bei 26 Prozent – das zeigt eine neue Studie des Österreichischen Integrationsfonds.
Auch bei der Staatsangehörigkeit zeigt sich eine deutliche Entwicklung: Rund 238.500 Schüler – also 20,9 Prozent – hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Seit 2006 hat sich dieser Anteil damit mehr als verdoppelt. Damals lag er noch bei 9,2 Prozent.
Insgesamt stieg die Zahl der Schüler im Vergleich zum Vorjahr um 11.526. Der Zuwachs entfiel dabei vollständig auf Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Ihre Zahl erhöhte sich um 11.949, während die Zahl österreichischer Schüler um 423 zurückging.
Bei den Jugendlichen unter 20 Jahren hatten Anfang 2026 insgesamt rund 396.800 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die größte Gruppe bildeten syrische Staatsangehörige mit rund 46.300 Jugendlichen. Danach folgten Rumänen mit 42.300, Deutsche mit 29.500 und Ukrainer mit 27.700.
Besonders groß sind die Unterschiede bei der Umgangssprache. Während österreichweit 26 Prozent der Schüler eine nicht-deutsche Umgangssprache haben, liegt der Anteil in Wien bei 49 Prozent.
Damit hat fast jeder zweite Schüler in der Bundeshauptstadt eine andere Umgangssprache als Deutsch. Dahinter folgen Vorarlberg mit 25 Prozent und Salzburg mit 22 Prozent. Tirol und Kärnten weisen mit jeweils 17 Prozent die niedrigsten Anteile auf.