Die Lage eskaliert immer häufiger bei Amtshandlungen. Aggressive Übergriffe auf die Exekutive nehmen laut Polizeidaten zu. Allein im Vorjahr wurden österreichweit 1.463 Polizeibedienstete durch fremde Gewalt verletzt. 2024 waren es noch 1.132.
Polizeisprecher Johann Baumschlager nennt gegenüber dem ORF-NÖ Alkohol und Drogen als mögliche Auslöser für Eskalationen. Auch psychische Ausnahmesituationen können eine Rolle spielen.
"Es gibt Personen, die in einer psychischen Ausnahmesituation sind, in dieser Situation völlig die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren, das Einschreiten der Polizei als persönlichen Angriff sehen und hier zum Teil mit großer Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten vorgehen", sagt Baumschlager dem ORF.
Wie schnell ein Einsatz eskalieren kann, zeigte sich vor Kurzem in St. Pölten. Dort wehrte sich ein Teenager heftig gegen eine Amtshandlung und trat schließlich einem Polizisten ins Gesicht.
Vor wenigen Tagen eskalierte die Lage auch auf einem Spielplatz in Oberösterreich. Eine 26-Jährige randalierte mit Freunden, belästigte auch Minderjährige. Als die Polizei kam, soll die Betrunkene versucht haben, einen Beamten mit gezielten Fußtritten gegen Oberkörper und Oberschenkel zu verletzen.
Um Einsatzkräfte besser zu schützen, setzt die Polizei verstärkt auf Bodycams. Amtshandlungen können damit aufgezeichnet und später nachvollzogen werden. Die Aufnahmen können zudem als Beweismittel vor Gericht dienen.
Auch im Einsatztraining werden gefährliche Situationen gezielt nachgestellt. Polizisten sollen dadurch besser auf mögliche Eskalationen vorbereitet werden.