Brutale Einsätze eskalieren

Polizistinnen verprügelt – Nacht der Gewalt in Wien

Am Sonntag wurden Polizisten in Wien wiederholt Opfer von Gewaltattacken. In einem Fall musste gar die Sondereinheit WEGA ausrücken.
Michael Rauhofer-Redl
31.08.2026, 11:29
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Am Wochenende hatte es die Wiener Polizei mit besonders renitenten Personen zu tun. Wie die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien am Montag in einer Aussendung mitteilt, kam es alleine am Sonntag zu drei Einsätzen, bei denen Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet worden sein dürfte.

Fall 1: 21-Jährige prügelt um sich

Schon am Morgen musste die Polizei auf der Wieden ausrücken. Kurz nach 8 Uhr wurden Polizisten aufgrund einer Körperverletzung zu einem Lokal in der Faulmanngasse gerufen. Vor Ort trafen die Beamten auf einen verletzten 17-Jährigen, der eine Rissquetschwunde erlitten hatte. Eine 21-jährige rumänische Staatsangehörige steht im Verdacht, für die Verletzung verantwortlich zu sein.

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Die Tatverdächtige befand sich noch im Lokal und weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung, dieses zu verlassen und an der Sachverhaltsklärung mitzuwirken. Im Zuge der Amtshandlung trat sie nach den Polizisten und versetzte einem Beamten einen Handballenstoß. Daraufhin wurde sie festgenommen.

Auch ein 49-jähriger Mitarbeiter des Lokals, der zuvor versucht hatte, die Situation zu beruhigen, soll von der 21-Jährigen leicht verletzt worden sein. Der 17-Jährige wurde von der Berufsrettung Wien in ein Spital gebracht. Das Motiv ist bislang unklar.

Fall 2: Mann weigerte sich, Hotel zu verlassen

Bei einem weiteren Einsatz in Rudolfsheim-Fünfhaus wurden Polizisten der Polizeiinspektion Westbahnhof kurz vor 14 Uhr zu einem Hotel gerufen, da sich ein Mann geweigert hatte, dieses zu verlassen.

Im Zuge der Amtshandlung schlug der Mann, ein 25-jähriger österreichischer Staatsbürger, zwei Polizistinnen ins Gesicht. Mit Unterstützung von Beamten der WEGA wurde der 25-Jährige schließlich festgenommen.

Die beiden Polizistinnen wurden in einem Krankenhaus behandelt und konnten ihren Dienst anschließend nicht fortsetzen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Tatverdächtige in eine Justizanstalt gebracht.

Fall 3: Blutiger Mann geht auf Polizei los

Ebenfalls im 15. Bezirk kam es dann in den Abendstunden zu einem weiteren Einsatz. Hier wurde die Polizei aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen auf offener Straße alarmiert.

Vor Ort trafen die Beamten auf einen 28-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, der Blut an den Händen hatte. Im Zuge der Sachverhaltsklärung verhielt sich der Mann zunehmend aggressiv.

Als er von den Beamten an einer Wand fixiert wurde, löste er sich aus der Fixierung und schlug mit seinem Ellenbogen sowie seinen Fäusten in Richtung der Polizisten. Der 28-Jährige wurde festgenommen. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 1,7 Promille festgestellt.

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