Wien hat das Angebot an Sommerdeutschkursen für Schulanfänger heuer massiv ausgeweitet. Nachdem es im Vorjahr noch 500 Plätze gab, nahmen in diesem Sommer bereits 1.700 Kinder mit Förderbedarf in der Unterrichtssprache an den Kursen teil.
Das Angebot richtet sich an künftige Taferlklassler, die beim Sprachtest MIKA-D als außerordentliche Schüler eingestuft wurden und daher zusätzliche Deutschförderung benötigen.
An fünf Schulstandorten üben die Kinder in kleinen Gruppen spielerisch und alltagsnah Deutsch. Ziel ist es, ihnen den Start in die Volksschule zu erleichtern und sie schon vor dem ersten Unterricht mit dem neuen Schulumfeld vertraut zu machen.
Erstmals wurden heuer auch mehrsprachige Informationsveranstaltungen für Eltern angeboten. Diese sollen Familien auf den Schulbeginn vorbereiten und sie bei ihren neuen Aufgaben unterstützen.
Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) betonte, gute Deutschkenntnisse seien eine zentrale Voraussetzung für Bildungserfolg und Integration. Deshalb setze Wien insbesondere bei Schulanfängern verstärkt auf Sprachförderung.
Auch die Bildungseinrichtung Interface, die die Kurse organisiert, sieht Vorteile. Die Kinder würden nicht nur ihre Deutschkenntnisse verbessern, sondern auch früh das Schulumfeld kennenlernen. Das gebe ihnen mehr Orientierung und Selbstvertrauen und erleichtere den Einstieg ins erste Schuljahr.