Amazon und Rotes Kreuz

Schulartikel kaum leistbar – Hilfe für 1.200 Kids

Für viele Familien wird der Schulstart zur finanziellen Belastung. Rund 395.000 Kinder in Österreich sind von Armut oder Ausgrenzung betroffen.
Österreich Heute
05.09.2026, 13:15
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Der Schulstart steht vor der Tür – und damit kommen auf Familien hohe Ausgaben zu. Bis zu 300 Euro können Eltern pro Kind für Schulsachen ausgeben. Für Haushalte, in denen das Geld ohnehin knapp ist, wird das schnell zum Problem.

In Österreich sind laut aktuellen EU-SILC-Zahlen rund 395.000 Kinder und Jugendliche von Armut oder Ausgrenzung betroffen. Mehr als jedes fünfte Kind wächst damit unter schwierigen finanziellen Bedingungen auf. Gerade zum Schulbeginn zeigt sich die Belastung besonders deutlich.

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Schulbeutel für 1.200 Kinder

Damit Kinder trotzdem mit den wichtigsten Utensilien ins neue Schuljahr starten können, wurden heuer 1.200 Schulbeutel für Familien in Österreich gepackt. Darin befinden sich unter anderem Hefte, Stifte, Malkästen und Trinkflaschen.

1.000 Beutel wurden im Amazon Verteilzentrum Wien-Liesing gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz vorbereitet. Weitere 200 entstanden in Klagenfurt mit der Diakonie de la Tour Kärnten.

Die Beutel aus Wien wurden über die neun Rotkreuz-Landesverbände an Familien in ganz Österreich verteilt. Sie gingen unter anderem an Kinder in Rotkreuz-Lernhäusern, Familien, die die Team Österreich Tafel nutzen, sowie Kinder in Flüchtlingsunterkünften.

Nicht jedes Kind startet mit denselben Möglichkeiten

Für die betroffenen Familien soll die Unterstützung auch verhindern, dass Schulsachen doppelt angeschafft werden müssen. Die Beutel wurden bereits im Sommer übergeben, damit Eltern frühzeitig wissen, welche Utensilien bereits vorhanden sind.

"Der Schulstart soll für Kinder vor allem eines bedeuten: Vorfreude", sagt Florian Brezina, Standortleiter des Amazon Verteilzentrums Wien-Liesing. "Wir wollen mit den Schulbeuteln dazu beitragen, dass dieses Gefühl möglichst viele Kinder erreicht, ganz unabhängig vom Einkommen der Eltern."

Auch das Österreichische Rote Kreuz kennt die Situation aus seinen Bildungsangeboten. "Bildung bedeutet für Kinder die Chance auf eine selbstbestimmte, erfolgreiche Zukunft. Doch leider ist Bildung in Österreich oft vom Einkommen der Eltern abhängig. Mehr als jedes fünfte Kind ist von Armut betroffen", stellt Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), klar. Diesen Kindern drohe schon zu Schulbeginn Benachteiligung und Ausgrenzung, weil es ihnen an den notwendigsten Schulutensilien fehlt.

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